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Weihnachten unterwegs: Das sind die verrücktesten Weihnachtstraditionen weltweit

Während die meisten Menschen Weihnachten im eigenen Heim, umgeben von all ihren Lieben verbringen, gibt es doch einige Abenteuerlustige, die noch selbst an den Feiertagen die Reiselust packt. Wenn auch Sie sich während des Weihnachtsfest in fremden Landen aufhalten sollten, nehmen Sie sich in Acht, Sie könnten mit eher ungewöhnlichen Traditionen konfrontiert werden. Wir haben einige besonders skurrile für Sie zusammengetragen.

„Las Parrandas de Remedios“ – Kuba

Von wegen „Stille Nacht, heilige Nacht“, während wir uns in den Vorweihnachtstagen in Besinnlichkeit aalen, laufen in dem kleinen kubanischen Städtchen Remedios die Vorbereitungen für den alljährlichen Straßenkarneval am Heiligabend. Traditionell geht das Spektakel am Abend los: Das ganze Dorf ist auf den Beinen, Musikbands versuchen einander zu übertrumpfen, geschmückte Wagen ziehen durch die Straßen und überall wird getanzt. Komplettiert wird das Fest durch Feuerwerk. Die Tradition stammt aus dem 18. Jahrhundert und diente ursprünglich dazu, die Leute bis zur Christmette um Mitternacht wachzuhalten.

Ein von @ezequielarnaldo gepostetes Foto am

Besen! Besen! Seid’s gewesen – Norwegen

Lassen Sie in Norwegen zur Weihnachtszeit bloß nirgends einen Besen offen herumstehen. Denn beim Anblick desselben schlottern den sonst so starken Nordmännern die Knie, hängen sie doch dem Aberglauben an, dass um die Weihnachtszeit herum böse Geister und Hexen auf die Erde kommen, die den Besen stehlen und darauf reitend in die Nacht entschwinden könnten. In modernen Zeiten gilt selbiges übrigens auch für Wischmopps und Staubsauger.

Die Weihnachtsgurke – USA

Auch unsere Freunde jenseits des großen Teichs haben in Sachen schräge Weihnachtstraditionen einiges zu bieten: Wer in einem wohgeschmückten amerikanischen Wohnzimmer zur Weihnachtszeit genau hinschaut, der kann am Baume zwischen Lichtern, bunten Kugeln und Engelsfigürchen auch eine Essiggurke entdecken – die sogenannte „Christmas pickle“. Heutzutage besteht sie aus Glas oder Kunststoff und wer Sie am ersten Weihnachtsfeiertag als Erster entdeckt, erhält ein zusätzliches Geschenk. Die Weihnachtsgurke soll angeblich von deutschen Siedlern mitgebracht worden sein, ist aber hierzulande völlig unbekannt. Da sagen wir: „No, my friend“, sowas kann’s halt nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geben.

Weihnachtsspinnen – Ukraine

Wenn wir schon beim Thema verrückter Weihnachtsbaumschmuck sind – wussten Sie, dass man in der Ukraine traditionell auch mit Spinnenweben schmückt? Dabei handelt es sich um eine Art Ökolametta der ersten Stunde, welches auf ein Märchen über eine bitterarme Familie zurückgeht. Diese konnte sich keinen Schmuck für ihren Baum leisten, worüber die Kinder sehr traurig waren. Daher hat eine gute Spinne über Nacht den Baum in ihr Netz gehüllt. Als am nächsten Tag die ersten Sonnenstrahlen auf die Fäden fallen, verwandelten diese sich vor den Augen der armen Familie in Gold und Silber. Natürlich sind es keine echten Spinnenweben mit denen die Ukrainer heutzutage ihre Bäume schmücken, aber Glück und Wohlstand im neuen Jahr soll es trotzdem bringen.

Jólakötturinn – Island

Wenn Sie bisher dachten Katzen sind kuschelige, tapsige Gesellen, dann wird Sie diese absurde isländische Weihnachtsfolklore eines besseren belehren. Auf der eisigen Insel im Norden lauert ein besonders groß gewachsenes und unheimliches Exemplar am Weihnachtsabend denjenigen auf, die keine neue Kleidung tragen. Entstanden ist diese Sage nicht etwa als Kaufansporn in unserer vom Konsum geprägten Gesellschaft, sondern tatsächlich als Motivation für Farmarbeiter, die im Herbst gesponnene Wolle noch vor dem Winter vollständig zu verarbeiten. Wer fleißig war und sich an der langwierigen Arbeit beteiligt hat, erhielt am Weihnachtsabend zur Belohnung neue Kleidung, wergefaulenzt hat, lief Gefahr von der Weihnachtskatze „Jólakötturinn“ gefressen zu werden.

Fotos: Christmas tree decorations von Dineshraj Goomany / Flickr cc

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