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Iceland Airwaves: Zur Besuch im Hipster-Paradies

Wieso reist jemand Ende Oktober nach Island? Alles was einen in dieser Zeit auf der Insel erwartet sind ja Wolken, Schnee, Regen und eiskalter Wind. Dieses Argument bekommt man in der Regel von Reisenden zu hören, die für ihren Island-Besuch die warme Sommersaison-Saison bevorzugen. Nichtsdestotrotz lockt die isländische Hauptstadt mit Iceland Airwaves, einem Musikfestival das seinesgleichen sucht, auch in der etwas weniger attraktiven Reisezeit Menschen aus allen Ecken der Welt auf die Insel. Und von Zeit zu Zeit scheint dann auch die Sonne durch.

Trotz der schlechten Wettervorhersage verwandelt sich Reykjavik am 30. Oktober auch in diesem Jahr wieder für fünf Tage in ein richtiges Hipster-Paradies. Iceland Airwaves kann nämlich eines besonders gut; Schon seit 1999 entdeckt das Festival neue Bands und präsentiert vielversprechende isländische Acts, von denen nur die wenigsten etwas gehört haben.

Block Party, Florence and the Machine, Keane und noch so manch ein anderer populärer Musikname war vor seinem großen Durchbruch auf Island zu Gast. Außerdem spielt bei dem Festival praktisch alles, was die isländische Musikszene zu bieten hat, wenn nicht gerade auf Welttour oder im Studio. Na ja, Björk oder Sigur Rós lassen hier und da schon mal ein paar Jahre aus.
Iceland Airwaves

Iceland AirwavesDabei gehen auch Einheimische und Reisende, die für einen Festivalpass nicht zahlen möchten, nicht leer aus. Parallel zum größten Musikfest des Landes spielen die meisten isländischen Bands und Musiker nämlich auch abseits der offiziellen Venues in Cafés, Buchgeschäften oder gar Friseursalons. Für diese intimen Gigs braucht man auch nichts zu bezahlen.

Isländer sind richtige Profis und Meister der Vermarktung, wenn es darum geht, die Vorzüge ihres Landes als touristische Attraktionen zu verkaufen. So widmet sich auch ein gutes Stück des Bordunterhaltungsprogramms von Icelandair der heimischen Musikszene. Nicht zuletzt bei dem Dokumentarfilm über Airwaves kommt man so richtig in Stimmung. Passagiere mit Fenstersitz sollten es jedoch nicht versäumen, beim Anflug auf die Insel auch mal aus dem Fenster zu schauen.

Icelandair bietet ja schon seit mehreren Jahren auch ab Deutschland spezielle Pakete an. Diese beinhalten Flug und Festivalpass zum ermäßigten Preis. Nach Wunsch können Passagiere auch ein Hotel oder Touren in die faszinierende Umgebung der Stadt buchen. Voraussichtlich das Wetter spielt mit.

Sonst heißt es Ende Oktober, Anfang November warm anziehen. Schon wahr, Sonne und Nordlichter wären nicht schlecht, aber Island ist auch in Grautönen schön. Die passende Musikkulisse steht schon.

Fotos: Iceland Airwaves / Flickr

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