Malle
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Mehrheit der Balearen-Bewohner hat sich mit dem Massentourismus arrangiert

Auch wenn es immer wieder Beschwerden im Zusammenhang mit den touristischen Massen auf des Deutschen liebsten Urlaubsinseln gibt, sieht die Mehrheit der Anwohner doch mehr Vorteile als Nachteile im boomenden Tourismusgeschäft. Das ergab zumindest eine aktuelle Umfrage.

Sicher können viele Balearen-Bewohner nur skeptisch die Augenbraue hochziehen, wenn einmal mehr von Mallorca oder Ibiza als 17. deutschen Bundesland die Rede ist. Doch die stetig in die Höhe schießenden Besucherzahlen, die gerade diese beiden Mittelmeerinseln regelmäßig im Sommer aus den Nähten platzen lässt, sorgt dieses Jahr auch immer wieder für Unmut. Der Grund dafür sind etwa die Lärmbelästigung und der Müll, der durch die Touristenmassen verursacht wird, aber auch die steigenden Immobilienpreise. So wurden in Palma de Mallorca bereits Graffitis gesichtet mit Sprüchen wie „Tourist go home“ oder „Tourist, you are the terrorist“.

Doch laut einer Umfrage des Balearischen Statistikinstituts Ibes scheinen die Urheber solcher Schmierereien mit ihrer Meinung noch in der Unterzahl. “82 Prozent der Befragten begrüßen den Anstieg der Urlauberzahlen auf Mallorca im Vergleich zu vergangenen Sommern. Vor allem die ältere Generation über 61 Jahren”, berichtet der Leiter des Institutes, Gonzalo Adán. 64 Prozent der Befragten sehen sogar in der Massifizierung des Tourismus einen Vorteil. Es sind vor allem Männer und junge Menschen, die die Lage von ihrer optimistischen Seite betrachten.
Trotzdem wünschen sich 64 Prozent die Abschaffung des All-Inclusive-Modells, um die Gewinne in Zukunft gleichmäßiger auf die Gastronomen zu verteilen. Die Hälfte der Befragten befürwortet ebenfalls eine Limitierung der Touristenzahl auf den Balearen.

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Foto: Mallorca Zeitung Facebook

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