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Wie könnte man den Ehrlichkeitsfaktor einer Stadt messen? Um zu prüfen, wie genau es Metropolen mit der Ehrlichkeit nehmen, schickte die Zeitschrift Reader’s Digest im April diesen Jahres ihre Reporter in 16 Städte rund um die Welt, wo sie absichtlich ihre Geldbeutel vor Einkaufszentren oder in Parks liegen ließen. Die meisten fanden in Helsinki ihre Besitzer wieder.

Es war nicht das erste Mal, dass die Zeitschrift Reader’s Digest die Ehrlichkeit berühmter Metropolen testete. Schon in 2007 machten sich ihre Reporter auf, um die ehrlichste Stadt der Welt auswendig zu machen, damals mit jeder Menge Handys im Gepäck. Diesmal dienten Portemonnaies, inklusive Telefonnummer, Familienfoto, Visitenkarte und etwa 40 Euro Bargeld in der Landeswährung, als Köder.

In 16 Städten auf vier Kontinenten haben die Reporter in der Nähe von Einkaufszentren, auf Promenaden und in Parks absichtlich je 12 Geldbeutel verloren. Insgesamt fanden fast die Hälfte der Fundstücke ihre Besitzer wieder. Dabei gab es zwischen den einzelnen Metropolen jedoch beträchtliche Unterschiede.
Würden Sie den Geldbeutel zurückgeben?

Helsinki, ehrlicher geht es fast nicht

Je nördlicher man reist, desto ehrlicher sind anscheinend die Menschen. Deutschland liegt mit Berlin und 6 zurückgegebenen Geldbeuteln im guten Mittelfeld. Die Aktion kann man jedoch kaum als wissenschaftliches Experiment betrachten. Auch vermisst man unter den in Versuchung gebrachten Städten Paris, Rom oder auch Tokio.

Die ehrlichsten Städte der Welt

Nicht in Versuchung gebracht wurde Paris

  • Helsinki: 11 zurückgegebene Geldbörsen
  • Mumbai: 9 zurückgegebene Geldbörsen
  • Budapest: 8 zurückgegebene Geldbörsen
  • New York: 8 zurückgegebene Geldbörsen
  • Moskau: 7 zurückgegebene Geldbörsen
  • Amsterdam: 7 zurückgegebene Geldbörsen
  • Berlin: 6 zurückgegebene Geldbörsen
  • Ljubljana: 6 zurückgegebene Geldbörsen
  • London: 5 zurückgegebene Geldbörsen
  • Warschau: 5 zurückgegebene Geldbörsen
  • Bukarest: 4 zurückgegebene Geldbörsen
  • Rio de Janeiro: 4 zurückgegebene Geldbörsen
  • Zürich: 4 zurückgegebene Geldbörsen
  • Prag: 3zurückgegebene Geldbörsen
  • Madrid: 2 zurückgegebene Geldbörsen
  • Lissabon: 1 zurückgegebene Geldbörsen

Von den insgesamt 192 Geldbörsen, die die Reporter absichtlich verloren hatten, wurden rund 90, 47 Prozent, wieder zurückgegeben. Das Experiment zeigte unter anderem, dass Alter kein Indikator dafür ist, ob jemand einen Geldbeutel zurückgibt oder nicht. Irrelevant war auch das Geschlecht der Passanten.

Wenn man die Ergebnisse aus Mumbai und Zürich vergleicht, sieht man auch, dass auch der relative Wohlstand keine Rolle im Ehrlichkeitstest spielte. Während in Mumbai neun von zwölf Geldbeuteln zurückgegeben wurden, waren es in der Schweizer Metropole lediglich vier.

Fotos: Orin Zebest, Ed Yourdon, KJGarbutt / Flickr cc.

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