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Auch wenn das Stereotyp vom kühlen Menschenschlag im Norden und den temperamentvollen Südländern sicherlich in vielerlei Hinsicht als überholt gelten kann, weiß jeder, der schon einmal die iberische Halbinsel besucht hat: Hier läuft so einiges anders, als wir es bei uns gewohnt sind. Wir stellen Ihnen vier Gepflogenheiten vor, auf die Sie sich bei Ihrem Spanienurlaub gefasst machen sollten.

Nur nicht zimperlich sein mit der Lautstärke

Spanien ist ein lautes Land. Auch normale Unterhaltungen am Esstisch können da gerne mal den Geräuschpegel einer Hauptstraße zur besten Verkehrszeit erreichen und schließen für gewöhnlich auch heftiges Gestikulieren mit ein. Doch auch wenn man manchmal nicht genau unterscheiden kann, ob sich die Familie am Nachbartisch im Restaurant nun gerade bis aufs Blut streitet oder doch nur übers Wetter redet, lassen Sie sich nicht irritieren, das alles ist Teil der leidenschaftlichen spanischen Lebensart.

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Tapas

Die kleinen Appetithäppchen sind für die spanische Küche, was die Pizza für Italien. Während wir aus der heimischen Küche große Portionen und gehaltvolle Zutaten gewöhnt sind, setzt die leichte spanische Küche vor allem auf diese leckeren, mundgerechten Häppchen, die für gewöhnlich zu einem Glas Wein oder Bier serviert werden. Man findet sie eigentlich fast überall und sie kommen in den unterschiedlichsten Varianten. Hier gibt es von Region zu Region Unterschiede. Achtung: In manchen Lokalen gibt es die Tapas kostenlos zum Getränk dazu, in anderen Plätzen muss man extra dafür zahlen. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, am besten vorab nachfragen.

tapas

Geselligkeit

Die Spanier sind ein geselliges Volk und so kann man auch als Ausländer beim Ausgehen in der Bar oder noch besser, beim Tapas-Essen leicht Kontakte zu den Einheimischen herstellen. Zeigen Sie sich nicht befremdet, wenn Sie von einem Spanier schon zu Beginn Ihrer Bekanntschaft mit Freundlichkeiten überschüttet werden, das alles ist Teil der ihnen eigenen Herzlichkeit. Auch der alltägliche Umgang mit den Spaniern fällt im Vergleich zu Deutschland ein bisschen intimer aus, so gehört etwa ein „Beso“, also ein Küsschen, fest zur Begrüßung dazu.

Hier läuft alles etwas gemächlicher

Die Spanier sind für ihre Gemütlichkeit bekannt, das stellt vor allem viele Deutsche auf die Geduldsprobe, insbesondere wenn es mal wieder heißt „mañana“ (dt.: morgen). Denn in den Augen vieler Spanier ist es nicht der Aufregung wert, ob eine Aufgabe nun heute oder morgen oder eben übermorgen erledigt wird, selbst lange Schlangen im Supermarkt oder auf macht sie nicht nervös. Wichtig ist, immer die Ruhe bewahren, auch nörgeln führt hier nicht zu einem schnelleren Ergebnis. Viel eher: Lernen Sie von den entspannten Spaniern, ein bisschen Entschleunigung täte uns doch allen gut.

Siesta

Insbesondere in den südlichen Gefilden Spaniens, beispielsweise in Andalusien, wo das Thermometer an heißen Tagen schon mal leicht die 40-Grad-Marke überschreitet, wird um die Mittagszeit herum Siesta gehalten. Allenfalls große Supermärkte bleiben geöffnet. Das mag vor allem für Urlauber ärgerlich sein, aber ein bisschen kann man die Spanier ja auch verstehen: Wer will bei der Affenhitze schon arbeiten müssen. Viele Geschäfte haben am Morgen und nach der Siesta ab ca. 17 Uhr wieder geöffnet, mit dem Vorteil, dass man bei vielen Geschäften noch bis in die späten Abendstunden hinein shoppen kann.

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Fotos: Spanien von Efraimstochter, Tapas von Xtip

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