Katzenalarm auf Tashirojima
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Katzenalarm auf Tashirojima

Japan besitz ein paar recht einzigartige Inseln. So diente die Geisterinsel Hashima mit ihren schaurigen Ruinen dem letzten Bond-Film als Kulisse, während Ōkunoshima mit ihren unzähligen Kaninchen Tierliebhaber aus aller Welt anlockt. Im Land der aufgehenden Sonne finden Sie sogar eine eigene Insel für Katzenliebhaber. Das kleine Eiland Tashirojima wird nämlich von mehr Samtpfoten bewohnt als Menschen.

Die kleine japanische Insel Tashirojima zählt mehr vierbeinige Bewohner als zweibeinige. Die Rede ist von Katzen. Davon gibt es auf Tashirojima mehr als 300. Hunde dagegen werde Sie dort nicht antreffen. Diese haben auf der Insel Hausverbot. Um die vielen Katzen kümmern sich etwa 70 Einwohner im Rentenalter und Besucher, die per Fähre aus Ishinomaki anreisen.

Katzen für den Fischsegen

Katzenalarm auf TashirojimaTashirojima war eins eine wichtige Fischerinsel. Katzen wurden vor allem für die Mäusejagt auf den Booten eingesetzt. Im glauben, dass die Vierbeiner gute Beute bringen, wurden für die Samtpfoten sogar Monumente errichtet und Hunde von der Insel verbannt. So wie die Einheimischen früher auf einen guten Fischfang gehofft haben, hoffen sie heute, dass ihnen die Katzen einen Geldsegen in Form von Touristen und Investoren bescheren werden.

Auf der Insel gibt es derzeit noch etwa 70 Einwohner. Noch dazu sind sie fast alle Rentner. Die einzige Schule auf der Insel machte schon im Jahr 1989 zu. Das überleben der Insel liegt somit praktisch in den Pfoten der Katzen. Nach jeder TV-Reportage über die Katzeninsel steigen nämlich die Zahlen der(japanischen Besucher. Ausländische Touristen sind noch immer eine Rarität.

Die Insel im Westen von Ajishima misst nur knappe 0,7 Quadratkilometer und eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug, falls Sie gerade auf der Oshika-Halbinsel unterwegs sind. Vor allem Familien mit Kindern reisen mit der Fähre aus Ishinomaki an, um die Katzen zu füttern. Im Gegensatz zu den Kaninchen auf Ōkunoshima sind die Katzen recht scheu. Was gibt es auf der Insel neben den vielem Miezen sonst? Zwei Dörfer, ein paar Häuser in Katzenform, ein kleines Hotel, einem Schrein und 51 Steinmonumente in Katzenform.

Leider blieb die Insel von dem verheerenden Tsunami, der Japan im Jahr 2011 heimsuchte, nicht verschont. So sind Touristen und Katzenfutter auf Tashirojima immer willkommen. Besucher müssen trotzdem wissen, dass es sich bei der Insel um keinen Streichelzoo handelt. Für alle, die eine Vorliebe für Geisterstädte hegen, ist es jedoch ein geeignetes Ausflugsziel mit Pluspunkten für den Katzen-Faktor.Verlassene Schule auf Tashirojima

Fotos: nakae, nakae, tofugu / Flickr cc.

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