Reisemagazin – LILIGO.com icon
Reisemagazin – LILIGO.com
  •   2 min read

Google sorgte mit seinem Projekt Street View für umstrittene Einblicke, die für viel Aufregung gesorgt haben. Es gab welche, die haben es sogar auf die World Press Photo Ausstellung 2011 geschafft. Jetzt wagt sich der Internet-Gigant unters Wasser. Im neuen Projekt soll der größte Korallenriff der Welt, der Great Barrier Reef vor der Küste Australiens, abgelichtet werden. Hier kommen die ersten Einblicke.

Google Street View macht es uns möglich durch die Straßen zu spazieren, ohne dafür den bequemen Sessel vor dem PC verlassen zu müssen. Mit dem neuen Google-Projekt, das auf den Namen Catlin Seaview Survey hört, bekommen wir alle die Möglichkeit, zum größten Korallenriff der Erde abzutauchen.

Natürlich auch diesmal ganz bequem vor dem Computer-Bildschirm. Zusammen mit der Investorengruppe Caltin und der Universität von Queensland arbeitet Google derzeit daran, im Pazifischen Ozean jeden Zentimeter des 2.500 Meter langen Korallenriffes Great Barrier Reef zu filmen.

Nutzer freuen sich schon jetzt über erste 360-Grad-Überblicke des Great Barrier Reefs, das zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Bis Herbst sollten aufnahmen von 20 Stellen des Riffes auf der Seite seaview.org zugänglich sein.

 

Die Wissenschaftler, die an dem Projekt beteiligt sind, interessiert vor allem die Gesundheit des Riffs und die Funktionsweise seines Ökosystems, während Google mit den Videos und Unterwasseraufnahmen die Öffentlichkeit für den Umweltschutz sensibilisieren möchte.

„Zum ersten Mal in der Geschichte stehen uns Technologien zur Verfügung, die uns ermöglichen die Ergebnisse einer Expedition mit Hilfe von Google zu verbreiten. Millionen von Menschen können somit das Leben, die Wissenschaft und die Magie, die sich unter der Oberfläche der Ozeane versteckt, miterleben,“

erklärte der Projektleiter Ove Hoegh-Guldberg im Gespräch mit New Scientist.

Die Street-View-Technik wird in Australien nicht das erste Mal abseits der Straßen verwendet. Der US-Gigant hat sich mit seinen Kameras schon an berühmte Museen, in Fußballstadien und sogar auf die Antarktis gewagt. Von Gegnern des Projekts werden solche Abwege als Versuch einer Image-Ausbesserung gesehen.

Catlin Seaview Survey

Google Street View erfreut sich nicht gerade eines guten Rufes. Bevor der Dienst 2010 die Bilder der 20 größten Städte Deutschlands veröffentlichen durfte, gab es lange Verhandlungen mit Datenschützern. Noch dazu sorgte Google für Aufsehen, als herauskam, dass seine Fahrzeuge neben Bildern auch Daten von WLAN-Netzen gespeichert haben.

Kritiker des amerikanischen Riesen-Konzerns sehen in dem Projekt eine weitere Bedrohung unserer Freiheiten und den „Tiefpunkt von Google“. Wenn Sie diese Bedenken teilen, sollten Sie in der Zukunft lieber nicht mehr nackt schwimmen gehen.

Begeisterte Taucher werden noch weiter zum Great Barrier Reef pilgern. Die schönsten Taucher-Spots lassen sind Hautnah noch immer um Meilen besser erleben als vor dem PC-Bildschirm. Vielleicht werden die Aufnahmen sogar den einen oder anderen Taucher dazu motivieren, einen Flug nach Brisbane zu buchen.

Haben Sie auch schon einmal einen Spaziergang mit Street View unternommen? Was denken Sie von derartigen Projekten des Internet-Giganten?

Foto: www.catlinseaviewsurvey.com

Finden Sie mit Liligo die besten Flüge für Ihre nächste Reise!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

footer logo
Made with for you