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Schluss mit Sauf-Tubing in Vang Vieng

Tubing in Vang Vieng gehörte noch bis vor Kurzem zu den wichtigsten Attraktionen in Laos. Touristen in Lkw-Reifenschläuchen trieben dabei den Nam-Song-Fluss entlang, und legten in Bars entlang des Ufers Stopps zum Wettsaufen ein. Alkohol- und Drogenexzesse begleitet von Todesfällen waren keine Seltenheit. Jetzt kämpft man in Vang Vieng für nachhaltigen Tourismus und gegen den schlechten Ruf.

Im Lonely Planet wird Vang Vieng als einer der gefährlichsten Orte für Backpacker beschrieben. Alkohol und Wasser sollte man einfach nicht mischen. Dies war in dem kleinen Städtchen noch bis vor Kurzem der Fall. Dabei wurden am Nam-Song-Fluss nicht nur Alkohol und Wasser gemischt. Du der lebensgefährlichen Kombination zählten auch halluzinogene Pilze, Haschisch, Opium sowie Seilbahnen und Wasserrutschen, die nicht nur den TÜV zum Weinen bringen würden.

Die britische Zeitung The Guardian berichtet über 27 tragische Todesfälle allein im Jahr 2011. Knapp 150 Tausend Besucher zählte der Ort im gleichen Jahr. Nicht wenige davon reisten nur wegen dem Sauftouren nach Laos an an. Dementsprechend war auch die Stimmung. Die Partys zählten zu den extremsten der Welt.

Das unsittliche Benehmen, war vor allem die recht konservativen Einheimischen, die mit den Bars am Fluss nicht am Hut hatten, unverständlich. Da halfen auch keine Aufrufe, die lokale Kultur zu respektieren. Jetzt hatten jedoch auch die Behörden genug von der schlechten Presse. Tubing gibt es zwar noch immer, dafür fällt das Wettsaufen weg.

Show Tubing in Laos

Alkoholfreies Tubing

Trotz der recht dunklen Vergangenheit, sollte man in Vang Vieng auf eine Tour im Lkw-Reifenschlauch nicht verzichten. Die Vermietung der Tubes stellt nämlich ein wichtiges Einkommen für die Dorfgemeinschaften dar und eine Fahrt entlang des Flusses Nam Song enthüllt Besuchern atemberaubende Felsen- und Regenwald-Kulissen.

Die Region rund um den Fluss ist ein richtiges Paradies für Aktivurlauber. Die Landschaften bieten ideale Voraussetzungen zum Wandern, Klettern, Kajakfahren oder Radtouren. Auch an der Umsetzung des Angebotes wird derzeit fleißig gearbeitet, für nachhaltigen Tourismus und gegen den schlechten Ruf.

Fotos: n.hewsonronancrowley / Flickr cc.

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