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Die ungarische Hauptstadt ist bekannt für ihre wunderschönen Donau-Bücken (mit noch schöneren Aussichten), die die beiden Stadtteile Buda und Pest miteinander verbinden, das prächtige gotische Parlament, die imposante St.-Stephans-Basilika und noch unzählige andere Bauwerke, die jedes Jahr abertausende Besucher in die Stadt locken. In ein paar Jahren haben die Touristen noch einen Grund mehr, die einstigen Residenz der Kaiser und Könige in Personalunion zu besuchen, das Zauberwürfel-Museum.

Museum der Erfindungen in Budapest

Das Museum wird sich nicht voll und ganz dem Zauberwürfel und seinem Vater Ernö Rubik widmen. Ein längst überfälliger Tribut an die Leistungen der ungarischen Intellektuellen und Erfinder der letzten 1100 Jahre. Viele von ihnen schafften den Durchbruch erst im Exil. Aber das ist halt Geschichte.

So wird sich der Zauberwürfel das neue Museum in Budapest unter anderem mit dem Kugelschreiber von László Biró, dem Dynamo von Anyos Jedlik, dem Fernseher von Kalman Tihany und den Programmen Excel und Word, die unter der Leitung vom Softwareentwickler Károly Simonyi entstanden sind, teilen.

Das Gebäude in Form eines Zauberwürfels wird gut sichtbar an der frisch umbenannten Rakoczi-Brücke (ehemals Lágymányosi) am linken Donauufer liegen und das Innere des Kulturzentrums mit Hilfe eines internationalen Ausschreibens ausgestattet werden.

Leider müssen wir uns mit dem Besuch noch ein bisschen gedulden. Mit dem Bau sollte nämlich im Jahr 2014 begonnen werden und die Eröffnung des Museums ist erst für 2017 geplant. Bis dahin können Sie noch ein paar Mal den Zauberwürfel zu lösen.

Entwurf des Museums

Über seinen genialen Erfinder

Ernö Rubik mit seiner ErfindungHerr Rubik, mit Vornamen Ernö, wurde während des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1944 in Budapest geboren. Sein Vater war Flugingenieur und seine Mutter Dichterin. Nachdem er sein Diplom als Bauingenieur an der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest erhielt, studierte er Bildhauerei und Innenarchitektur.

Er arbeitete als Architekt und unterrichtete auch an der Moholy-Nagy-Universität für Kunsthandwerk und Gestaltung. Anfang der 1980er Jahre erschien unter seiner Leitung die Spiel- und Rätselzeitschrift És játék und im 1983 gründete er das Rubik Stúdió.

Unter den Spielen und Möbeln, die dort entworfen wurden, war auch der weltberühmte Zauberwürfel. Ein Spiel an dem sich seit seiner Erfindung schon Millionen Menschen den Kopf zerbrochen haben. Seit der Anmeldung zum Patent wurden angeblich schon über 400 Millionen der spannenden Würfel verkauft.

Von wegen nur ein Spiel

Der Zauberwürfel ist eine ernste Angelegenheit! Jedes Jahr werden zahlreiche Wettbewerbe, darunter auch die Zauberwürfel-Weltmeisterschaft, organisiert. Mehr Informationen über die Veranstaltungen, Videos und Tipps zum Lösen des Zauberwürfels finden Sie auf der offiziellen Seiten Rubik’s.

Einfach unglaublich! Das Video zeigt den aktuellen Weltrekord des jungen Australiers Feliks Zemdegs. Dieser löste den 3×3×3-Würfel beim Melbourne Winter Open 2011 in nur 5,66 Sekunden. Hier sind noch ein paar Zeiten, die Ihnen als Motivation dienen können, wenn Sie es den Profis nachmachen möchten:

  • Mit verbundenen Augen: 28,80 Sekunden, Marcell Endrey (Ungarn), Zonhoven Open im Februar 2012.
  • Mit einer Hand: 9,53 Sekunden, Michal Pleskowicz (Polen), Kociewie Open 2011.
  • Mit den Füßen: 31,56 Sekunden, Anssi Vanhala (Finnland), Helsinki Open 2011.
  • 24-Stunden-Maraton: 4786 Lösungen, Milán Baticz (Ungarn), November 2008.

Haben Sie schon einmal den Zauberwürfel gelöst (ohne ihn in seine Einzelteile zu zerlegen)?

Fotos: www.hungarianambiance.com

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