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So reist man in Spanien kostenlos als Fahrrad

Nein, bei dem Titel unseres Beitrages handelt es sich keineswegs um einen Tippfehler. Wir präsentieren Ihnen die kuriose Geschichte eines junger Mannes aus Spanien, der zwei Monate lang kostenlos zwischen Tarragona und Barcelona als Fahrrad mit der Bahn unterwegs war, wegen eines Systemfehlers des spanische Bahnunternehmens Renfe, die ihn dafür jetzt zur Kasse bitten möchte.

Die Hauptakteure der Geschichte sind Laut dem spanischen Internet-Portal Diari de Tarragona ein 21-jähriger Mann aus Tarragona, das spanische Bahnunternehmen Renfe und die katalanische Polizei. Die Bahngesellschaft behauptet nämlich, der junge Mann hätte Sie mit den 32 eingelösten kostenlosen Zugtickets um insgesamt 2.300 Euro betrogen.

Bahntickets für Fahrräder in Spanien gibt es bei Renfe um sonst. Der junge Mann aus Tarragona fand jedoch einen Weg, kostenlose Fahrradcodes in normale Fahrkarten für sich selber umzuwandeln. Dank eines Fehlers im Ticketsystem von Renfe wurden die Fahrradcodes nämlich als normale Fahrkarten akzeptiert.

Als Fahrrad reist man in Spanien kostenlos.Wie genau er dies geschafft hat, fragen sich wohl viele, die es ihm gerne nachmachen möchten. So reiste er nämlich zwei Monate regelmäßig kostenlos zwischen Tarragona und Barcelona. Um im vollen Maße von der versteckten Hintertür zu profitieren, besuchte er noch Madrid und Sevilla. Noch eigenartiger ist es, dass die Praxis nicht einmal in anderen Teilen des Landes aufflog.

Als die Bahngesellschaft Renfe bemerkte, dass der Junge Man die Fahrradcodes zum Ausdrucken von normalen Fahrscheinen benutzte, hat sie ihn mit Hilfe seiner Kreditkarten-Angaben bei der Polizei angezeigt. Er gibt zu zwei Monate “als Fahrrad” kostenlos gereist zu haben, er weist jedoch alle Vorwürfe des Betruges zurück.

Der Mann bestreitet in einer Erklärung, rechtswidrig gehandelt zu haben. In seinem Fall würde es sich auch um keine Falschdarstellung handeln. Er hätte lediglich auf der Internetseite des Bahnunternehmens einen Fahrradcode eingegeben, der als Fahrschein akzeptiert worden sei.
Nebenbei erwähnt, bei diesem Bahnpassagier handle es angeblich um keinen Computer-Experten.

Was denken Sie, sollte der junge Mann für die Tickets bezahlen?

Fotos: sew on pac / Flickr cc.

2 Kommentare

  • Alex Antworten

    Nein, er sollte nicht nachzahlen, aber in Zukunft sollte er es nicht mehr versuchen, das geht schon in Richtung Betrug.

    • Mateja Antworten

      Renfe wird in der Zukunft bei ihrem Ticket-System wahrscheinlich auch besser aufpassen. Da wird er es scher nachmachen können.