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Ryanair droht mit neuer Gebühr

Dies wäre ja nichts Neues, wenn von dem Vorhaben nicht auch Kunden betroffen wären, die für ihren Flug schon bezahlt haben. Genauer gesagt soll es alle Passagiere treffen, die einen Flug nach Spanien gebucht haben. Die geplanten erhöhten Abflugtaxen, die von der spanischen Regierung angekündigt wurden, will Ryanair nämlich einfach an die Passagiere übertragen. Das war’s mit dem Schnäppchen!

Wir wissen alle, dass Ryanair oft Flugpreise anbietet, die zu niedrig erscheinen, um wahr zu sein. Eine kleine Gebühr da eine andere dort und schnell landet man dann bei der doppelten Endsumme. Der irische Billigflieger ist nicht nur aus diesem Grund im ständigen Streit mit Verbraucherschützern. Auch über die irren Sparmaßnahme-Ideen und Werbeaktionen der Iren haben wir schon öfter berichtet.

Ob Flugpersonal in Unterwäschen, Toilettengebühren oder Stehplätze, der Billigflieger hat sich mit solchen und ähnlichen Aktionen schon längst einen Namen gemacht. Noch vor ein paar Wochen war Ryanair mit Zwangsdiäten für Flugbegleiterinnen und kleineren Magazinen, mit denen man Gewicht und folglich Kerosin-Kosten sparen möchte, in den Schlagzeilen.

Ryanair will auch rückwirkend Gebühren eintreiben

Jetzt sorgen die Iren mit einer neuen Gebühr um Aufsehen, für die Millionen von Spanien-Urlaubern nachträglich zur Kasse gebeten werden könnten. Kunden, die einen Spanien-Flug gebucht haben, erhielten in dieser Woche eine E-Mail, in der Sie über die Erhöhung der Abflugsteuer informiert wurden.

Ryanair nimmt an, dass vor allem sie Taxen in Madrid und Barcelona beträchtlich angehoben werden. Auf regionalen Flughäfen sollten die Gebühr moderater ausfallen. Die erhöhten Gebühren treten in Kraft sobald die spanische Regierung das neue Budget beschließt.

Und der Billigflieger denkt nicht daran, diese zu bezahlen. “Aber wir werden sicher nicht die spanischen Steuern auf unsere Kappe nehmen”, erklärte Ryanair-Cheff O’Leary gegenüber der Daily Mail. So werden die Passagiere jetzt auch nachträglich zur Kasse gebeten.

Sobald das Budget beschlossen wurde und die genauen Summen bekannt gegeben werden, wird den Spanien-Reisenden eine neue Rechnung zugeschickt. Diese sollte zwischen 5 und 10 Euro betragen. Diese können die Passagiere entweder bezahlen oder nicht. Im letzteren Fall sollten Sie den vollen Preis des schon bezahlten Fluges zurückerstattet bekommen.

Die Konkurrenz wartet erst ab

Easyjet versucht derweil mit Gesprächen die Erhöhung auf ein späteres Datum zu verlegen, sodass keine nachträglichen Rechnungen ausgestellt werden müssten. Was im Falle eines Scheiterns der Gespräche passieren wird, wisse man noch nicht. British Airways dagegen meldet, dass die Fluggesellschaft die zusätzlichen Kosten an der Stelle der Passagiere tragen wird.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Ryanair gemacht?

Foto: paolomargari / Flickr cc.

2 Kommentare

  • Benjamin Antworten

    RYANAIR UND EASYJET n u r gute nichts zu beanstanden die flüge sind pünktlich an manchen flughafen ist nur die kontrolle (Frankfurt Hahn)
    übertrieben genau aber das ist ja nicht Ryanair sondern der Flughafen-
    Betreiber. Was die Umlegung der neuen Kosten in Spanien an die Flug-
    gäste betrifft ist das nicht mehr als recht. British Airways kann nicht
    behaupten dass sie das nicht tut sie versteckt es einfach im Verkaufspreis.
    Ryanair hingegen sagt offen was Sache ist und wer auf die Putzfraueninsel
    will für fast nichts soll auch die differenz tragen oder daheim bleiben,
    so einfach ist die Sache die ewigen Querelen mit den konstanten Meckerern
    sind unerträglich

    • Mateja Antworten

      Wir freuen uns über Ihre positive Erfahrungen, die Sie mit den Fluggesellschaften gesammelt haben. Pünktlich sind sie allemal, in der Regel. Bei den erhöhten Gebühren im Fall Ryanair, ist es durchaus logisch, dass diese an den Passagier übertragen werden. Aus Verbraucherschutzsicht ist es jedoch problematisch, wenn dies erst nachträglich geschieht.