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Berlin ist die meistbesuchte Stadt Deutschlands. Die Hauptstadt der Bundesrepublik mischt in den letzten Jahren sogar auf der Liste der wichtigsten Städtereiseziele Europas mit. Das tut der Tourismusbranche gut, geht den Einheimischen auf den Keks und bring den Berlin-Besucher bei seiner Reiseplanung zum Grübeln. Wir stellten eine kleine Auswahl für Ihren Stadtrundgang zusammen, vielleicht die (fast) perfekte Mischung aus Alternativ- und Mainstream-Sightseeing.

Berlin boomt. Im Beherbergungsgewerbe zählte die Hauptstadt in 2013 stolze 26.942.082 Übernachtungen und verzeichnete damit einen Zuwachs von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zur Erinnerung: In 1993 besuchten lediglich 3 Millionen Touristen die deutsche Metropole. Berlin ist vielseitig und spannend. Und mittlerweile hat sich das auch schon herumgesprochen. Da brauchen Sie auch unter den Billigflügen nicht lange zu suchen.

Das freut die Wirtschaft und nervt so manch einen Berliner. Aber auch als „bewusster Berlin-Besucher“ hat man es nicht leicht. So möchte man Horden von Touristen vermeiden aber die wichtigsten Sehenswürdigkeiten trotzdem nicht komplett vernachlässigen. Wir stellten eine Auswahl von 5 Sehenswürdigkeiten zwischen Mainstream und Alternative zusammen. 5 Gesichter der Hauptstadt, die Sie auf keinen Fall auslassen sollten.

Buntes Sightseeing bei Nacht

Brandenburger Tor, Potsdamer Platz, Berliner Dom, Schloss Charlottenburg, Hotel de Rome, diese Sehenswürdigkeiten und noch viele mehr können Sie zwischen dem 9. und dem 18. Oktober 2015 in einem ganz besonderem Licht erleben. Da hüllt sich die Hauptstadt der Bundesrepublik schon zum elften Mal in Farbe. Den herbstlichen Blättern der Bäume machen dann zahlreiche bunte Lichtinstallation Konkurrenz.

Das Lichtermeer lockt mittlerweile auch schon ein richtiges Besuchermeer an, im letzten Jahr waren es um 2 Millionen, dafür bekommen Sie zum Festival of Lights an zehn Tagen ein besonderes Sightseeing-Erlebnis geboten. Die aufwendigen künstlerischen Inszenierungen and den berühmtesten Attraktionen der Stadt sind das „Gedrängel“, so schlimm ist es nun auch nicht, wert.

Festival of Lights

Ein Blick von oben

Der einzige Ort in Paris, von wo man den Eiffelturm nicht sieht, ist die Aussichtsplattform des architektonischen Meisterwerks selber. Das selbe könnte man auch über Berliner und seinen Fernsehturm sagen. Mit seinen insgesamt 368 Metern ist der Turm das höchste öffentlich zugängliche Gebäude Europas. In 3. Oktober 1969 in der damaligen DDR eingeweiht war er ein Symbol der Überlegenheit der sozialistischen Gesellschaft.

Heute zählt er zu den wichtigsten touristischen Attraktionen der Stadt. Jedes Jahr lassen sich über eine Million Besucher die schwindelerregenden Aussichten nicht entgehen. Mit 13 Euro Eintrittspreis für Erwachsene ist das ganze kein billiger Spaß. Dafür bekommen Sie einen atemberaubenden Blick über Berlin geboten. Alle die sich einen Restaurant-Besuch hoch über Berlin gönnen möchten, sind im Drehrestaurant Sphere willkommen.

Aussicht vom Fernsehturm

Dem Kalten Krieg auf der Spur

Die Bundeshauptstadt ist nicht zuletzt für ihre „Ostalgie-Touren“ berühmt und beliebt. Die Sehenswürdigkeiten des geteilten Berlins und das DDR Museum sind beliebter den je. Alle die bei einer alternativen Tour hinter die Kulissen des Kalten Krieges schauen möchten, die sollten sich zum Teufelsberg aufmachen. Dort finden Sie auch eine der größten Graffiti und Street-Art Galerien Deutschlands.

Der Teufelsberg in Charlottenburg ist mit 114 Metern die höchste Erhebung Berlins. Neben einem entspannten Waldspaziergang können Sie am Teufelsberg schon ab 7 Euro an einer Tour durch die Ruine der Abhöranlage teilnehmen. Von der Abhörstation mit ihren markanten weißen Kuppeln lauschten die Briten und Amerikaner einst den Plänen des Ost-Blocks mit. Atemberaubende Aussichten, Street-Art wohin man nur schaut und eine Akustik, bei der man Gänsehaut bekommt.

Abhörstation am Teufelsberg

Kultur in der Spree

Einen Spaziergang entlang der Spree gehört zu jedem Berlin-Besuch dazu. Lassen Sie sich jedoch nicht zu sehr von den Bars mit ihren einladenden Terrassen ablenken, sonst werden Sie nicht weit kommen. Wohin geht es eigentlich? Auf die Berliner Museumsinsel! Sie ist ein Teil des UNESCO-Welterbes und ein Muss für alle Kulturliebhaber.

Auf der Insel in der Spree finden Sie die wichtigsten Ausstellungsstätten Berlins. Besuchen Sie eines der wichtigsten Museumskomplexe Europas, das unter anderem das Alte Museum, das Neue Museum und die Alte Nationalgalerie umfasst. Mitten in Berlin erwarten Sie über über 6.000 Jahre Kultur- und Kunstgeschichte auf einem Fleck.

Museumsinsel

Musik im Mauerpark

Im Mauerpark gibt es weder eine Mauer, noch einen Park. Dafür finden Sie im ehemaligen Niemandsland einen lebendigen Streifen Grün, der sich hervorragend zum Musizieren und Picknicken eignet sowie einen bunten Flohmarkt, der jeden Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr zum Bummeln und Schlemmen einlädt. Nachdem Sie sich durch die Stände gewühlt haben und Ihre Portion Currywurst verspeist haben, können Sie den Sängern auf der Bühne des Amphitheaters lauschen.

Am Sonntag Nachmittag ist nämlich Karaoke-Zeit! Da stellt der Dubliner Joe Hatchiban schon seit 2009 im Amphitheater sein Lastenfahrrad mit den Lautsprechern auf um führt Moderation. Nicht selten  geht es talentierter zu wie bei DSDS. Die meisten kommen nur zum Zuhören, ein paar Mutige wagen sich aber dann doch und lassen ihre „innere Rampensau“ raus.

Flohmarkt im Mauerpark

Fotos: Shutterstock, extranoise / Flickr cc., go-in / Flickr cc.,  vic.bergmann / Flickr cc, Shutterstock, liligo

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