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Cocakolonisierung? Es muss nicht always Coca Cola sein!

Es gibt ja Menschen, die kehren sogar auf Reisen immer wieder in eines der allbekannten McDonald’s-Restaurants ein, auch wenn sie gerade am anderen Ende der Welt unterwegs sind. Es gibt aber auch Weltenbummler, die möchten alles kosten und schmecken was das Reiseland zu bieten hat. Egal welcher Gruppe Sie angehören, wenn Sie ein Fan des sprudelnden braunen alkoholfreien Getränkes sind, werden Sie sehen, es braucht nicht immer Coca Cola zu sein.

Die Rede ist nicht von den abertausenden Kopien des Sprudelgetränkes, die von den Supermarktketten als günstigere Alternative zum Original angeboten werden. Wir sprechen hier von richtigen Alternativen, Getränken mit eigener Geschichte und eigenem Geschmack.

 

Afri Cola, Deutschland

Afri Cola

Die Afrikanische Cola-Bohne oder einfach Afri Cola ist eine Marke made in Germany. Ein Produkt das 1931 von der Kölner F. Blumhoffer Nachfolger GmbH kreiert wurde, die unter anderem auch mit der berühmten Bluna-Limonade den Durst der Deutschen gestillt hatte.

1998 wurde Afri Cola Eigentum der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach AG, die nicht nur den ursprüngliche Koffeingehalt senkte. Man wollte den Geschmack an die Konkurrenz angleichen und trotzdem vonm Retro-Effekt profitieren. Von dem charakteristischen Geschmack blieb nicht viel übrig.

Fans der guten alten Afri-Cola konnten für kurze Zeit auf die Marke Premium-Cola zurückgreifen. Diese fing in 2001 aus Protest mit dem Abfüllen einer Cola nach der Original-Afri-Cola-Rezeptur an. 2004 musste jedoch eine der Inhaltsstoffe aus rechtlichen Gründen geändert werden.

 

Inca Kola, Peru

Inca KolaDiese Cola aus Peru zeigt sich ganz unkonventionell in gelb. Ihr Rezept wurde schon 1910 vom dem britischen Immigranten John Lindley in Peru erfunden. Inca Kola basiert auf der Hierba Luisa, einem Zitronenstrauch, und ihr Geschmack erinnert stark an Kaugummi.

Seit 1935 ist das Erfrischungsgetränk rund um Peru erhältlich und gilt als der Softdrink des Landes schlechthin. Es ist eines der wenigen alkoholfreien Getränke, das in seinem Land noch immer einen größeren Marktanteil besitzt als Coca Cola.

Sie sehen also, Cola muss nicht immer braun sein. Wenn Sie nach Peru reisen, kommen Sie an der Inca Kola einfach nicht vorbei. Bestellen Sie eine Flasche und entdecken Sie die Vielfalt des Cola-Geschmackes!

 

Zam Zam Cola, Iran

Zam ZamZam Zam Cola, persisch زم زم كولا‎, wurde in 1954 in Iran als Tochtergesellschaft von Pepsi gegründet. Nach der Revolution in 1979 wurde es eine eigene Gesellschaft. Seitdem gilt die Zam Zam Cola als die muslimische Alternative zu den Produkten des Westens.

Die Cola wird heute von Zamzam Soft Drink Mfg. Co. produziert und ist vor allem in arabischen Ländern und Großbritannien verbreitet. Zam Zam zeigt sich aber auch umweltfreundlich. Die Cola wird nämlich als eines der wenigen Softdrinks auf dem heimischem Markt in wiederauffüllbaren Flaschen verkauft.

 

Cockta, Slowenien

CocktaCola muss nicht immer ein koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk sein. In Slowenien gibt es seit 1953 ein Produkt, das keinen Koffein und keine Phosphorsäure enthält. Kein Wunder das darum unter anderem mit dem Slogan „Kein Koffein, keine Säure, kein Scherz.“ geworben wurde.

Der Chemieingenieur Emerik Zelinka erschuf Cockta für das Unternehmen Slovenijavino als eine Alternative zu den westlichen Cola-Marken. Das Getränk basiert auf der Hunds-Rose und beinhaltet 11 verschiedene Kräuter.

Cockta mit dem Original-Kräutergeschmack ist heute noch immer in den meisten Ländern des ehemaligen Jugoslawien erhältlich und erfreut sich vor allem in Slowenien großer Beliebtheit.

 

Cola Turka, Türkei

Cola TurkaDiese Cola wurde von der anti-amerikanischen Stimmung, die in Land zur Zeit des Irakkrieges herrschte, inspiriert. Das koffeinhaltige Getränk kam im Sommer 2003 auf den türkischen Markt, begleitet von einer großangelegten Werbekampagne.

Cola Turka war aber nicht die erste türkische Cola. Produkte wie die Kristal Kola oder die Uludag Cola existierten schon seit Jahrzehnten. Mit einem Marktanteil von knapp 20 % konnte sich die Cola Turka neben den Konkurrenten Coca Cola und Pepsi jedoch gut etablieren.

 

Ubuntu Cola, Großbritannien

Ubuntu ColaUnd hier kommt noch eine der jüngsten Errungenschaften auf dem Cola-Markt, hergestellt für Kunden, die auf Fairtrade setzen aber trotzdem auf ihre Cola nicht verzichten möchten. Das koffein- und kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk aus Großbritannien gibt es seit 2007.

Ubuntu Cola in der Glasflasche, Plastikflasche oder Dose finden Sie auf Supermarktregalen in Großbritannien, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, Belgien und in der Schweiz. Sie ist aber auch im Internet erhältlich.

 
Trinken Sie Cola? Kennen Sie eine interessante Cola-Marke?

Fotos: Jack Zalium , Brenda Annerl, lawtonjm , Barry Kent (Wikipedia), jbracken, Like_the_Grand_Canyon, dabra1965 / Flickr cc.

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