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Flugbegleiter mit immer mehr Rüpeln konfrontiert

Wenn im Flugzeug die Emotionen hochkochen, dann gibt es vor allem ein Problem: Wohin mit den Streithähnen, Rowdys und Missetätern? Mal eben in die Ecke stellen ist Tausende Meter über der Erde kaum möglich. Was irgendwie absurd klingt, stellt für Flugbegleiter zunehmend ein Problem dar, denn: Die Attacken von Passagieren in Flugzeugen nehmen zu. Immer wieder müssen Jets deshalb unplanmäßig landen.

Wie groß das Problem wirklich ist, beweisen die Zahlen der internationalen Luftfahrtorganisation, IATA. Sie hat mal nachgezählt: Zwischen 2007 und 2015 wurden 49.084 Fälle von Rowdytum und Gewalt im Flugzeug gemeldet, davon fast allein 11.000 im Jahre 2015. Das heißt, dass einer von 1.200 Flügen betroffen ist. Die Zahl der Attacken in den vergangen fünf Jahren hat sich erhöht, finden 53 Prozent der 268 IATA-Airlines, 40 Prozent der Fluggesellschaften mussten wegen eines Rowdys an Bord ihre Flugzeuge sogar unplanmäßig irgendwo landen lassen. Das kostet mal eben 200.000 US-Dollar und kann locker mal 24 Stunden Verspätung bedeuten. In elf Prozent der Fälle wurden die Fluggäste sogar handgreiflich, attackierten zum Beispiel Sitznachbarn oder Flugbegleiter körperlich.

Was sind Ihre Erfahrungen? Haben Sie schon Rowdytum im Flugzeug erlebt?

Fotos: Ready for Take-Off! von Condor.com / Flickr cc

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