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Wer das nötige Geld dazu besitzt, kann sich derzeit ein ganz eigenes Strandparadies in Griechenland sichern. Um seine Schuldenlast zu senken, verkauft der griechische Staat nämlich aktuell rund 110 seiner Strände. Unter den Grundstücken, die derzeit von der Privatisierungsagentur Taiped-HRADF im Auftrag der Regierung angeboten werden, finden Sie auch einige der schönsten Strände des Landes.

Falls Sie die Bucht von Simos auf der Insel Elafonissos noch in all ihrer Schönheit bewundern möchten, dann sollten Sie sich mit der Buchung ihres Griechenland-Fluges beeilen. Schon bald kann es nämlich sein, dass die Sandstreifen, die auch zum Europäischen Schutzgebiet Natura 2000 gehören, nur noch ihren Eigentümern und Gästen zugänglich sein werden.

Die Bucht von Simos ist nämlich eine der 110 Parzellen, die derzeit von der Privatisierungsagentur Taiped-HRADF im Auftrag der griechischen Regierung verkauft werden. Mit dem durch die Privatisierung der Strände und Küstenstreifen eingenommenen Geld soll die Schuldenlast des Landes gesenkt werden. Die Grundstücke stehen den neuen Eigentümern für 50 Jahre Nutzung zur Verfügung.

Strand auf Elafonissos

Strandverkauf soll Schuldenlast senken

Die Zielgruppe der Verkaufsaktion sind nicht zuletzt wohlhabende Russen und Katarer. Gegnern der Privatisierung bereiten in erster Linie die genannten Nutzungsmöglichkeit der Grundstücke Sorgen. So gibt die Behörde für die Bucht von Simos den Bau eines Hotels als Möglichkeit der Nutzung an. Falls dies passiert, könnten die bei Einheimischen und Touristen beliebten Strände bald nur noch den Gästen des touristischen Komplexes zugänglich sein.

Nach lauten Protesten der Anwohner und Gegner der Privatisierung wurde der Verkauf der Strände in der Bucht von Simos zwar vorläufig eingefroren. Das Grundstück soll zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem verkauft werden. Auf der Liste der zum Verkauf stehenden 110 Strände findet sich noch immer so manch ein malerischer Küstenstreifen. Dies sind ein paar aus der kompletten Liste bei capital.gr:

  • Myrtoula und Koronissia im Regionalbezirk Achaia
  • Porto Koufo, Nea Fokea area, Nea Propontida und Kalamitsi auf der Halbinsel Chalkidiki
  • Filizi auf der Insel Paros in der Inselgruppe der Kykladen
  • Apokofto und Agia Kyriaki auf der Insel Tinos in der Inselgruppe der Kykladen
  • Ixia auf Rhodos

Strand auf Elafonissos

Privatisierung stößt auf viel Kritik

Gegen den verkauf von Grundstücken und Unternehmen wird in Griechenland nicht nur auf der Straße protestiert. In Thessaloniki wurde vor Kurzem sogar ein illegales Referendum organisiert, bei dem sich die Menschen gegen den verkauf der Strände ausgesprochen haben. Die Gegner der Privatisierung befürchten, dass diese, bisher noch recht unberührten Flecken der griechischen Küste, von den neuen Investoren komplett zugebaut werden. So abwegig ist der Gedanke ja nicht.

Fotos: silver 2.05, Augusto Mia Battaglia photography, Augusto Mia Battaglia photography / Flickr cc.

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