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Während sich Tel Aviv zu einem immer beliebteren Reiseziel entwickelt, zeigen die letzten Meldungen aus Israel, dass sich in der Metropole nicht alles um Sonne, Strand und Party dreht. Vielleicht haben Sie schon von den strengen Befragungen gehört, denen man sich unterziehen muss, wenn man in das Land einreisen möchte? Ab sofort können Grenzbeamten sogar Ihr E-Mail-Postfach checken.

Wegen des ständigen Konflikts mit Palästina, stehen strenge Sicherheitsmaßnahmen in Israel auf dem Tagesprogramm. Kontrollen, Polizeistreifen und Straßensperren sind keine Seltenheit. So müssen sich auch Touristen schon bei ihrer einer strengen Prozedur unterziehen. USA-Reisende können ein Lied davon singen. Doch Israel geht jetzt noch einen Schritt weiter. Ab sofort können die israelischen Polizeibeamten während der Einreise-Kontrolle sogar Ihre E-Mails einsehen.

Bürgerrechtler sprechen von einer drastischen Invasion der Privatsphäre. Egal ob auf Laptop, Smartphone oder Tablet-PC, falls man sich weigert seine E-Mails vorzuzeigen, kann einem sogar die Einreise verweigert werden. Kontrolliert werden ausschließlich die E-Mails von verdächtigen Personen und die Reisenden müssen ihre Zugangsdaten zu ihrer E-Mail-Postfach freiwillig eingeben.

Lila Margalit von der Bürgerrechtsorganisation kritisierte diese Vorgehensweise. Eine derartige ‚Einwilligung‘, die unter der Drohung der Deportation gegeben wird dürfte nämlich nicht als Grundlage einer derartig drastischen Invasion der Privatsphäre dienen:

„Sicherheitskräften zu erlauben, nach eigenem Ermessen und auf der Grundlage einer solch fadenscheiniger ‚Einwilligung‘ derart eingreifende Maßnahmen zu treffen, ist einer Demokratie nicht angemessen.“

Flughafen Ben Gurion

Eigentlich ist es nicht neu, dass Reisende am Flughafen Ben Gourion auf Nachfrage ihre E-Mails vorzeigen müssen. Jetzt wird dieses Vorgehen jedoch auch seitens des Israelischen Gerichtshofes geschützt. Berichte von Reisenden, die in Tel Aviv dazu aufgefordert wurden, ihre Facebook-Profile oder ihre E-Mails vorzuzeigen, sind keine Seltenheit. Die Grenzbeamten, möchten dadurch bei der Einreise vor allem Palästina-Sympathisanten herausfiltern.

Der Israelische Gerichtshof erlaubt den Sicherheitsbeamten während des Verhörs trotzdem keine Einsicht in die Zugangsdaten des E-Mail-Postfaches des kontrollierten Reisenden. Touristen müssen ihre E-Mails selber öffnen. Aber jetzt mal ehrlich, wenn Sie schon Ihren Flug bezahlt haben, würden Sie lieber Ihre E-Mails vorzeigen oder nach Hause reisen?

Fotos: BernieCB, hoyasmeg / Flickr cc.

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