Reisemagazin – LILIGO.com icon
Reisemagazin – LILIGO.com
  •   5 min read

Planen Sie demnächst eine Reise in die französische Hauptstadt? Bei Help Tourists in ParisTouristen in Paris finden Sie den wohl umfangreichsten Online-Reiseführer für die Metropole an der Seine. In ihrem Blog beantwortet die Auswanderin Denise die kleinen und großen Fragen rund um das Thema Paris. Sie beschreibt die Stadt als voll, spektakulär und abwechslungsreich. Adjektive, die auch auf Ihren Blog zutreffen würden.

Name: Denise Urbach
Blog: Touristen in Paris
Aktueller Standort: Paris
Letzte Reise: Wien
Nächste Reise: Portugal
Reiseutensil, das nie fehlen darf: Kamera, Handy, Ausweis, Kreditkarte
Am öftesten zu Hause vergessen: Ladekabel für Kamera oder Handy

Rucksack oder Koffer? Koffer.
Zelt oder Hotel? Hotel.
Roadtrip oder Flugreise? Roadtrip.
Allein, zu zweit oder in der Gruppe? Mindestens zu zweit.

Reisende bleiben an einem Ort ja oft ein wenig länger als geplant. Auswandern dagegen ist nicht jedermanns Sache. Wie war es bei Dir und Paris, Liebe auf den ersten Blick oder glücklicher Zufall?

Ich bin als Erasmusstudentin für ein Austauschjahr nach Paris gekommen, von Auswandern war zu Beginn noch keine Rede. Das hat sich eher zufällig ergeben. Aber Liebe auf den ersten Blick war es schon.

Denise in Schwarz-Weiß-RotNach mehreren Jahren Reise-Tipps für Paris-Besucher bist Du zweifellos schon eine richtige Expertin, wenn es um die großen und kleinen Kulturunterschiede geht. Kannst Du dich noch an Deine ersten Wochen in Frankreich erinnern? Was war für dich in Paris am gewöhnungsbedürftigsten?

Ja, das kann ich. Ich fand das Unileben am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, es hat in Frankreich im Vergleich zu Deutschland einen starken Schulcharakter. Auch das Essen und vor allem die verschobenen Essenszeiten waren neu für mich. Abendessen um 21.30 oder 22 Uhr ist in Frankreich durchaus normal. Zudem fand ich in Paris anfangs alles sehr teuer, das fängt im Supermarkt an, geht weiter über Restaurants bis hin zu den horrenden Mieten für kleine Apartments. Das hat sich bis heute nicht wirklich geändert, aber ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt. Sogar so sehr, dass ich in Deutschland in Restaurant zweimal auf die Am Eiffelturm führt kein Weg vorbeiRechnung schaue, weil ich denke, dass der Kellner etwas vergessen hat.

Wenn Du die Stadt mit lediglich drei Adjektiven beschreiben müsstest, welche würdest Du wählen und wieso?

Voll, spektakulär und abwechslungsreich. Voll, da in Paris inklusive Vororten knapp 12 Millionen Menschen leben, zu denen jedes Jahr etwa 30 Millionen Touristen hinzukommen. Spektakulär aufgrund der Vielzahl an beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, den vielen Möglichkeiten und der Tatsache, dass es hier nichts gibt, was es nicht gibt. Das dritte Adjektiv trifft beispielsweise auf die Bevölkerung, die unterschiedlichen Kulturen, aber auch auf das kulturelle Angebot zu.

Die Einwohner der französische Metropole gelten ja nicht gerade als die gastfreundlichsten oder aufgeschlossensten ihres Landes. Fiel es Dir als Nicht-Französin schwer Dich einzuleben?

Pariser sind sehr verschlossen und führen die jährlichen Statistiken zur Besucherfreundlichkeit europäischer Großstädte meist von hinten an, das ist richtig. Am Anfang war es schon recht schwer, Kontakte zu knüpfen. Ich habe in den letzten Jahren viele Deutsche kommen und vor allem aber auch wieder gehen sehen, da sie keine sozialen Kontakte zu Einheimischen aufbauen konnten. Paris ist in meinen Augen anonym und seine Bewohner nur schwer zugänglich.

Touristen in Paris: Einen aktuelleren und umfangreicheren Paris-Reiseführer findet man wohl schwer. Welche fünf Orte muss man Deiner Meinung nach in Paris gesehen haben?

Ganz klar den Eiffelturm, der gehört als Wahrzeichen der Stadt zum Sightseeingprogramm einfach dazu. Außerdem sollte man sich als Paris-Tourist das Viertel Montmartre mit all seinen bekannten, aber auch weniger bekannten Ecken und Sehenswürdigkeiten nicht entgehen lassen. Der Place du Tertre zum Beispiel ist für mich ein absolutes Muss. Des Weiteren sind der Jardin du Luxembourg und der Friedhof Père Lachaise einen Abstecher wert! Weitere Orte, die man in Paris besuchen sollte, sind Bäckereien und französische Restaurants. Paris hat kulinarisch gesehen, sehr viel zu bieten. Probieren lohnt sich!

Basilique du Sacré-Cœur de Montmartre

In Deinem Blog beantwortest Du ja auch die kleinen und großen Fragen, die (potenziellen) Paris-Besuchern vor ihrer Abreise so durch den Kopf gehen. Klingt nach einem anstrengenden Job. Kannst Du Dich vielleicht noch an ein Beispiel erinnern, das Dich so richtig zum Lachen gebracht hat?

Oh ja, da gibt es einige, die es auf den ersten Platz schaffen könnten. Ich habe erst kürzlich folgende Anfrage bekommen: „Bei meinem ersten Parisbesuch, will ich auch unbedingt auf den Eiffelturm, aber ich hab Höhenangst und weiß deswegen nicht so genau, ob ich das mit dem Fahrstuhl aushalte.“ Das erste, was mir dazu einfiel, war, dass es sicherlich Schöneres gibt als mit Höhenangst hoch oben auf dem Eiffelturm zu stehen.

Jemand anderes hatte eine Frage zur Parksituation in Paris. Eine Frau wollte ihr Auto am Straßenrand in der Stadt abstellen. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass die Franzosen beim Einparken gerne mal vorne und hinten am anderen Auto anecken. Darauf bekam ich folgende Antwort: Es ist ja bekannt, dass Franzosen beim Einparken Stoßstangen-Kontakt pflegen, mich würde aber interessieren, ob sie das auch mit teuren Luxusautos machen? Manchmal lassen mich solche Anfragen einfach perplex!

Place du Tertre

Welche Stadt könntest Du Dir nach Paris und Frankreich noch als denkbare Wahlheimat vorstellen?

Da bin ich relativ offen, ich hatte bereits mit dem Gedanken gespielt, in die Schweiz nach Zürich zu ziehen, aber die Stadt ist für mich einfach viel zu klein. Andere europäische Städte könnte ich mir durchaus auch vorstellen, aber so wie es im Moment aussieht, werde ich wohl noch einige Jahre in Paris verbringen.

Falls Dich Scotty in diesem Moment an einen beliebigen Ort beamen könnte, welche Koordinaten würdest Du wählen?

Ich wäre jetzt sehr gern in der Nähe eines kleinen zarten Himbeertörtchens und einem warmen Café crème. Aber da ich in Paris lebe, brauche ich hierfür keinen Scotty. 🙂

Welcher Song weckt bei Dir derzeit die Lust, die Koffer zu packen?

Eindeutig „Happy“ von Pharrell Williams.

Fotos: Help Tourists in Paris

Finden Sie mit Liligo die besten Flüge für Ihre nächste Reise!


One response to “Interview mit Denise von Help Tourists in Paris: Am Eiffelturm führt kein Weg vorbei

  1. Man merkt auf der Website von Denise das sie sehr sehr deutsch ist 8 In jedem Artikel kommen die Worte „für deutsche“ ,“ in deutsch“ usw. vor. Ansonsten wie die Site immer mehr zu einem reinen Verkaufsplatz von Tickets Touren und so weiter. Die Infos werden selten Aktualisiert schade

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

footer logo
Made with for you