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Warum isländische Postboten einfach großartig sind: Tourist adressiert Brief mit selbstgemalter Karte

Kennen Sie das: Sie möchten einen Brief oder eine Postkarten versenden, haben aber gerade nicht die Adresse des Empfängers zur Hand? Falls Sie innerhalb Islands versenden, reicht manchmal auch eine selbstgemalte Karte aus, wie es das Beispiel dieses Briefes zeigt, der gerade von der Internetgemeinde gefeiert wird.

Mit knapp über 300.000 Einwohnern auf einer Fläche von über 100.000 Quadratkilometern ist Island relativ dünn besiedelt. Im isländischen Städtchen Búðardalur im Westen des Inselstaates leben zum Beispiel nur rund 250 Menschen. Da kennt man einander zwangsläufig. Trotzdem besteht auch die isländische Post normalerweise auf Postadressen, macht aber auch glorreiche Ausnahmen:

Nachdem sie der Hólar-Farm in Búðardalur einen Besuch abgestattet hatten, wollte eine Gruppe Touristen der Besitzerin Rebecca Cathrine Kaadu Ostenfeld und ihrem Mann einen Brief zukommen lassen.
Leider fehlt es der Gruppe an einer genauen Adresse und auch an den Namen der Besitzer konnten sie sich wohl nicht so richtig erinnern. Kurzerhand beschrifteten sie den Brief zwar mit Stadt und Land – wie sich das eben gehört -, doch an der Stelle, an der Straßenname und Hausnummer stehen müsste, malten sie eine detaillierte Karte der Umgebung samt einem roten Pfeil und dem Hinweis „hier“. Als Empfängernamen stand auf dem Brief nur: „Ein Pferdehof mit einem isländisch/dänischen Paar und drei Kindern und vielen Schafen!“ Trotzdem erhielt Ostenfeld kurz darauf den Brief, was beweist: Der pflichtbewussten isländischen Post ist keine Herausforderung zu groß!

Falls Sie mal in Island sind und einen Brief schicken sollten, achten Sie jedoch darauf, dass selbst mit gemalter Adresse, ein Brief immer immer mit der korrekten Anzahl Briefmarken frankiert werden muss – denn da wiederum kennen isländische Postboten keinen Spaß.

Foto: Post auf Reddit von Nutzer Jidoen

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