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2012 teilen sich das slowenische Maribor und das portugiesische Guimarães den Titel der Kulturhauptstadt Europas. Klingt nicht gerade wie Paris, Rom oder Prag, aber lassen Sie sich von den unscheinbaren Namen nicht täuschen, die Städte strotzen vor Potenzial. Machen wir uns zuerst nach Slowenien auf. Da liegt nämlich das Marburg an der Drau.

Die slowenische Hauptstadt Ljubljana konnte sich schon als Touristenmagnet etablieren. Von den Sehenswürdigkeiten der zweitgrößten Stadt Sloweniens wissen nicht so viele Bescheid. In Maribor wird gerne darüber gescherzt, was eigentlich das schönste an Ljubljana sei. Was denken Sie? Das Hinweisschild mit der Aufschrift Maribor.

Zumindest 2012 darf sich Maribor endlich einmal als Hauptstadt fühlen, wenn auch (nur) der Kultur.

Kulturhauptstadt an der Drau

Der ehrenhafte Titel wird ja von der Europäischen Union verliehen, zusammen mit Fördermitteln in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Seit dem Jahr 2004 teilen sich jedes Jahr mindestens zwei Städte den Titel. Maribor bewarb sich mit einem gigantischem Programm in Höhe von 50 Millionen Euro, das aber wegen der Wirtschaftskrise beträchtlich gekürzt werden musste.

So wird man laut dem Programmdirektor Cander auf die geplante Revitalisierung von ausgedienten Industriegebäuden leider verzischten müssen. Andere Kulturhauptstädte sollten dabei als vorbild dienen. Industrikomplexe als kulturelle Gebäude liegen im Trend.

Aber auch mit einem Budget von 8.5 Millionen Euro hofft Maribor darauf zahlreiche neue Fans für sich und die Region zu gewinnen. Und die Stadt steht nicht allein da. Neben Maribor werden noch fünf ostslowenische Städte als Austragungsstätten dienen. Mit einer Million Touristen rechnet der Bürgemeister Franc Kangler allein in Maribor.

Was steht auf dem Programm?

Maribor ist die erste Kulturhauptstadt in Ex-Jugoslawien. Sie wurde stark geprägt von ihrer Geschichte, vom Habsurger Reich über Jugoslawien bis zur Unabhängigkeit, was man auch am Programm erkennen kann, mit dem sich Maribor 2012 präsentieren wird. So wird zumindest das Theaterstück über den Aufstieg Adolf Hitlers für Aufmerksamkeit sorgen.

Wie die slowenische Nachrichtenagentur berichtet wird auch die Londoner Tate Gallery mit einer Ausstellung dabei sein. Neben den schon traditionellen alljährlichen Veranstaltungen wird es auch ein Clownstreffen und Zahlreiche Theater- und Konzertveranstaltungen geben. Auf einer neuen Bühne, die Stolze 800.000 Euro gekostet hat, wird man Zirkus- und Akrobatiknummern bewundern können.

Sportlich, jung und lebendig

Maribor ist nur einen Sprung von Pohorje entfernt, wohin alljährlichen tausende Wintersportliebhaber aus Inland und Ausland pilgern um Zeuge des Damen-Weltcupskirennens oder des Skiflug-Wettbewerbes zu werden und das Stadion Ljudski vrt ist die Teilresidenz der Nationalmannschaft und Residenz des Fußballklubs NK Maribor, der manchmal sogar im internationalem Feld aufglänzt. Ja, die Mariborčani (Bewohner von Maribor) sind ein sportbegeistertes Völkchen.

Ein Laško muss es sein!

Maribor ist auch Studentenstadt. So stehen Konzerte und andere Studentenveranstaltungen auf dem Tagesprogramm. Lampiončki, das eintägige Studentenfestival, feierte in 2011 seinen 31 Geburtstag. Es gibt aber auch traditionelle Studentenpartys wie Zobl žur oder Bujta repa bei denen die Studenten die Zugehörigkeit zu ihrer Heimatregion unter Beweis stellen.

Tourismuspotenzial

Fangen wir mal oben an. Mit einer schönen Aussicht von dem Kalvarienberg. Neben der Kapelle gibt es auch ein Gasthaus, wo Sie sich erfrischen können, wenn ihnen der Aufstieg zu anstrengend war. Ein Spaziergang an der Drau ist allemal ein besonderes Erlebnis, auch wenn nicht gerade das Festival Lent stattfindet. Auch schattenspendende Trauerweiden und Schwäne machen den besonderen Charme des Flussufers aus.

Nur einen Sprung von der Drau entfehrnt, finden Sie auch die älteste Weinrebe der Welt. Von ihrem Wein werden sie jedoch nicht kosten können. Dieser ist unverkäuflich und wird nur Prominenten zum Verkosten serviert.

Kojak

Statue zum Gedenken der Bewegung gegen die faschistische Okkupation im Zweiten Weltkrieg. Einheimischen nennen die Statue liebevoll Kojak. Auch wenn die jüngeren Generationen nicht viel vom kahlköpfigen Detektiv wissen, der für den Spitznamen gesorgt hat.

Das alte Rathaus, die neoromanische Franziskanerkirche, die Pestsäule auf dem Glavni trg (Hauptplatz) und die Liste der Sehenswürdigkeiten ist noch lang. Ob 2012 oder später, Maribor ist allemal eines Besuches wert.

We feel sLOVEnia, wie steht es mit Ihnen?

Kennen Sie Maribor? Waren Sie schon einmal in Slowenien?

Fotos: Julie Lyn,  korom, PHOTOGRAPHRdotNET / Flickr cc.

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