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Fünf Dinge, die Sie beim Rucksackkauf beachten sollten

Der Rucksack ist so ziemlich der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für Backpacker und Wanderer. Manchmal begleitet er uns für Wochen, Monate oder sogar Jahre. Er kann den Unterschied zwischen Lust oder Frust am Reise- beziehungsweise Wandervergnügen ausmachen. Damit Sie beim Rucksackkauf nicht daneben greifen, haben wir Ihnen sechs Tipps zusammengestellt, die Ihnen bei der Entscheidung für Ihren perfekten Rucksack helfen sollen.

Welche Größe ist die richtige für mich?

Es kommt eben doch auf die Größe an! Zu groß ist nix, zu klein auch nicht. Welche Rucksackgröße nun zu Ihnen passt hängt jedoch vor allem davon ab, was Sie vorhaben. Wie lang soll der Trip dauern, wieviel Gepäck muss mit, wieviel können Sie überhaupt tragen, ohne nach hinten zu kippen? Die Größe von Rucksäcken wird im Regelfall in Liter ausgedrückt. Bei Tagesausflügen oder Wanderungen reichen meist 10 bis 40 Liter, für mehrtägige oder gar mehrwöchige Ausflüge sind Rucksäcke mit einem Volumen von 40 bis 50 Litern ideal. Wer in kalte Gefilde reist und sich daher etwas dicker einpacken muss, der sollte mit dem Gedanken spielen, sich in höheren Volumenklassen von circa 70 bis 80 Litern umzuschauen.

Welcher Rahmentyp passt zu mir?

Hier spielt vor allem die Entscheidung zwischen Innen- oder Außenrahmen eine Rolle. Obwohl der Trend bei modernen Rucksackmodellen eher zum Innenrahmen geht, haben doch beide Vor- und Nachteile. So eignen sich Außenrahmen etwas besser für den Transport von sperriger und schwerer Last, da sie so vorwiegend im oberen Bereich des Rückens (nahe der Schultern) und damit aufrechter getragen werden kann. Allerdings gerät man mit einem Außenrahmen bei aktiven Beschäftigungen oder unebenem Gelände auch eher aus dem Gleichgewicht.
Innenrahmen-Rucksäcke sind dagegen meist schmaler und schlanker. Sie umarmen den Rücken enger und niedriger, wodurch man eine bessere Balance erreicht, allerdings zwingen sie den Träger auch, sich ein wenig nach vorne zu lehnen, was unter Umständen am Ende des Tages zu einem wunden unteren Rücken führen kann.

Taschen und Fächer: Hierauf sollte man achten

Taschen und Fächer helfen im Rucksack etwas Ordnung zu schaffen und damit den Überblick zu behalten. Man muss sich nicht so viele Gedanken beim Packen machen, wenn man seine Sachen in drei verschiedene Rucksackabteile und vielleicht noch ein paar Seitentaschen für den Kleinkram verteilen kann. Außerdem ist es einfach beruhigend zu wissen, dass die wichtigsten Sachen, wie Wasserflasche, Handy oder Kamera immer gleich greifbar sind. Allerdings gehen zusätzliche Taschen auch auf Kosten des Gesamtgewichts, denn die Reißverschlüsse und zusätzliche Stoffschichten erhöhen dieses.

Das Material

Hier steht natürlich an allererster Stelle die Regen- und Wetterfestigkeit des Materials, denn nichts kann einen die Wandertour oder Reise so sehr vermiesen, wie nasse Klamotten. Am besten sind natürlich 100 % wasserfeste Materialien, aber auch wenn es sich nur um wasserabweisende Stoffe handelt, kann man den Rucksack zur Not noch mit einem Regenschutz vor der Nässe sichern. Neben dem Material sollten Sie aber auch auf die Verarbeitung achten. Schauen Sie sich insbesondere die Nähte und Reißverschlüsse genau an. Wenn diese nicht gut verarbeitet und stabil sind, dann ist dies eine potenzielle Schwachstelle.

Top oder Flop: Gute Schultergurte machen den Unterschied

Neben dem Hüftgurt und den Schultergurten kommt bei Tourenrucksäcken auch dem Brustgurt eine besondere Bedeutung zu. Achten Sie beim Kauf darauf, dass alle drei gut sitzen. Auch wenn es in den meisten Fällen Standard ist, bestehen Sie auf gepolsterten Gurten – es wird Ihren Reisekomfort enorm erhöhen, denn gerade bei schwerer Last graben sich sonst die Gurte schnell schmerzhaft in die Schulter ein. Außerdem gilt: Nur so viele Gurte wie nötig! Überflüssige Gurte erweisen sich auf Reisen oft als hinderlich, weil man damit hängenbleiben kann. Weniger ist hier also mehr.

Ein von Evemuc (@evemuc) gepostetes Foto am

Teilen Sie Ihre Rucksackerfahrungen mit uns! Was ist Ihnen an einem Rucksack wichtig? Womit haben Sie gute und womit schlechte Erfahrungen gemacht? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

Fotos: Backpack von kooikkari / Flickr cc

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