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Bei Berlinern und Zugezogenen ist der Grunewald vor allem an sonnigen Nachmittagen ein beliebtes Ausflugsziel. Neben entspannenden Waldspaziergängen lockt vor allem die einstige Abhörstation der Alliierten zahlreiche Besucher an. Die Ruinen am Teufelsberg können Sie zwar nicht mehr auf eigene Faust entdecken, dafür sollte man sich als Fan der Straßenkunst und Geisterstädte eine Führung auf keinen Fall entgehen lassen.

Obwohl verboten, war die die US-Ruine schon seit langem nicht nur bei Berlinern ein beliebtes Ausflugsziel. Man musste nur ein geeignetes Loch im Zaun finden und schon war man drinnen. Diese Praxis sollte man, wenn man Stress mit dem Personal und der Polizei meiden möchte, heute lieber lassen. Das Gelände darf nämlich nur noch mit einem Guide betreten werden.

Die Löcher im Zaun wurden alle geflickt, was man auch schnell an der Anzahl der Menschen erkennen kann, die enttäuscht wieder bergab spazieren. Grund? Falls Sie die beeindruckende Aussicht vom Hauptturm genießen möchten, müssen Sie einen Eintritt bezahlen. Seit dem Frühling ist nämlich die Arbeitsgemeinschaft Berlin Sight Out für Teufelsberg-Führungen zuständig.

Aussichten

Aussichten

Das Eintrittsgeld ist unserer Meinung nach durchaus berechtigt. Der Unterschied ist sichtbar. Der Teufelsberg ist schon lange keine Müllkippe mehr. Das Team rund um Pächter Shalmon Abraham bietet nämlich nicht nur Führungen zu den Kuppeln an, sondern arbeitet auch fleißig am Entmüllen und an der Sicherung der Ruine.

Das Ziel ist es, die Räume dermaßen in Stand zu setzten, dass man Sie später für kulturelle Events nutzen könnte. Natürlich möchte man auch das Schlimmste vermeiden, den Abriss des Komplexes. Eigentlich sollte die einstige Abhörstation ja zu Luxus-Wohnungen umgebaut werden. Nach dem Scheitern des Bauprojektes, möchte man jetzt Touristen anlocken, die nach einer ganz besonderen Berlin-Erfahrung suchen.

Wie einst US-Spione

Jeden Tag bis Sonnenuntergang werden kleine Gruppen von Besuchern zum Hauptrum geführt, wo Sie atemberaubende Aussichten, faszinierende Graffiti und nicht zuletzt die spannende Akustik der Antennenkuppeln erleben können. Das Baukomplex ein wahres Paradies für Hobbyfotografen.

Kommunismus ist nur einen Aufkleber entfernt...

Anstelle von 7 Euro kosten die Führungen am Wochenende 15 Euro (ermäßigt 8 €). Dafür bekommt man neben dem Hauptturm auch Einblicke in die anderen Gebäude und eine Geschichtsstunde rund um den Kalten Krieg geboten. Wussten Sie vielleicht, dass der Hauptturm früher allein durch die Verbrennung von unwichtigen Spionagedokumenten gehetzt wurde?

All jene, denen die 7 beziehungsweise 15 Euro zu teuer sind, können sich im folgenden Video ein Bild von diesem wichtigen Teil der Berliner Geschichte machen oder sie begem sich mit uns auf Abwege in Paris.

Waren Sie schon mal auf dem Teufelsberg?

Fotos: Mateja

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