Todesangst im Vergnügungspark: Chinesen planen Titanic-Simulator
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Todesangst im Vergnügungspark: Titanic-Untergang als Simulator

In der Provinz Sichuan können Besucher eines Themenparks schon bald den Untergang der Titanic nacherleben. Die neue Sehenswürdigkeit stößt dabei nicht nur auf eine Nachbildung des Eisbergs sonder auch auf viel negative Kritik. Die Werbetrommel für die etwas makabre Attraktion wird dabei von keinem anderen als dem Schauspieler Bernard Hill gerührt, der schon in Camerons Verfilmung des Desasters am Steuer der Titanic stand.

Chinesen bauen Titanic mit Untergangssimulator

Titanic-Musum in BelfastDer Nachbau der Titanic ist ja keine Schlagzeile mehr. Das exzentrische Bauvorhaben des australischen Milliardärs Clive Palmer soll ja schon in zwei Jahren in die See stechen. Doch auch in China arbeitet man derzeit fleißig an der Nachbildung des weltberühmten Schiffes. Etwa 1.500 Kilometer entfernt vom Meer soll das 170 Millionen Dollar schwere Projekt schon in 2016 mehr Touristen in die Provinz Sichuan locken.

Titanic-Nachbildung in Gatlinburg, Tennessee“Not amused” zweigt man sich in der Heimatstadt der RMS Titanic über die Ankündigung der Chinesen. Zwar freut man sich in Belfast über die Nachbildung des Schiffes, der Simulator, in dem man den Untergang der Titanic nachstellen möchte, liege jedoch jenseits der Grenzen des guten Geschmacks. Übrigens, falls Sie mal nach Belfast fliegen, können Sie im Hafen der Stadt auch ein seriöses Titanic-Museum besuchen.

Der kontroverse Nachbau soll im Fluss Qi in der Nähe von Sichuan angedockt werden. Die Gäste des geplanten Themenparks, der unter anderem ein Titanic-Museum, einen Badestrand, türkische Bäder und ein “6D-Kino” beherbergen wird, sollen dabei die Schiffskatastrophe hautnah miterleben können, Eisberg, Schlagseite, Geräuschkulisse wie aus einem Katastrophenfilm und Todesangst inklusive.

Der Untergang der Titanic forderte mehr als 1.500 Menschenleben und diente als Inspiration für einen der größten Kino-Kassenschlager der Geschichte. So ist es irgendwie nicht überraschend, das die Projektleiter für ihre Werbekampagne auch den Schauspieler Edward Smith, der in Camerons Film Titanic den Kapitän des Schiffes spielte, mit an Bord holten.

Dann ist nur noch zu hoffen, dass Sie wegen dieser Neuigkeit in den kommenden Stunden an keinem Celine Dion Ohrwurm leiden müssen.

Fotos: A Train, Nico Kaiser, cliff1066™ / Flickr cc.

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