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Zu schnell zu hoch – Tipps zur Vorbeugung von Höhenkrankheit

Trekking-Reisen stehen hoch im Kurs. Immer mehr Touristen lockt es unter das Dach der Welt. Dabei vergessen viele die Strapazen, mit denen der Körper auf über 2500 Metern zu kämpfen hat. Vor allem Amateure unterschätzen oft und gerne die Symptome der Höhenkrankheit, die auch lebensbedrohliche Folgen haben können. Wir sammelten ein paar Tipps, mit denen Sie auf der sicheren Seite bleiben.

Die Basislager am Mount Everest stehen bei Tibet-Reisenden hoch im Kurs. Unter erfahrenen Bergsteigern sind auf den Trekking-Routen im Tibet immer mehr Reisende unterwegs, die einfach nur ihre Grenzen testen möchten. Dabei vergessen diese oft, welche gefährlichen Nebenwirkungen der Aufstieg mit sich bringen kann. Sowohl das nördliche wie auch das südliche Basislager am Mount Everest liegen nämlich auf über 5000 Höhenmetern.

Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, schneller Herzschlag, beschleunigte Atmung, Kurzatmigkeit… Die Symptome klingen nicht gerade verlockend. Höhenkrankheit tritt bei Amateuren und erfahrenen Bergsteigern ab einer Höhe von 2500 Metern in unterschiedlichen Formen und Stärken auf und kann mit viel Disziplin und Vorsorge auch vermieden oder zumindest gemildert werden.

Tibet

Wenn Sie sich auf Höhen über 2200 Metern begeben, fällt der Sauerstoffanteil in der Luft, ein Umstand an den sich Ihr Körper nur schwer und langsam anpasst. Auf über 3600 Metern kann dieser nur noch 40 % der Sauerstoffmoleküle im Vergleich zu den gewohnten Höhenmetern um den Meeresspiegel pro Atemzug aufnehmen.

Höhenkrankheit tritt bei Männern öfter auf wie bei Frauen. Besonders anfällig für die Symptome sind Männer zwischen 16 und 25 Jahren.

Mount Everest

Zu schnell zu hoch

  • Übersätzen sie nicht Ihre Fähigkeiten und Ausdauer.
  • Bei schweren Touren ist ein Check beim Arzt ratsam.
  • Lassen Sie sich genug Zeit für den Aufstieg. Ab 3000 Metern sollten Sie täglich nur noch 300 bis 500 Höhenmeter bewältigen.
  • Übernachten Sie nicht auf der erreichten Höhe sondern etwas tiefer.
  • Trinken Sie viel und vermeiden Sie Kaffee und Alkohol. Auch vom Rauchen wird abgeraten.
  • Haben Sie mit starken Symptomen zu kämpfen, hilft ein Abstieg von 300 Höhenmetern. Lassen Sie Ihrem Körper Zeit, sich zu akklimatisieren.
  • Packen Sie kohlenhydrathaltige Nahrung ein, fett- und eiweißreiche Nahrung verbraucht nämlich mehr Sauerstoff.
  • Ab 5000 Metern sollten Sie Sauerstoffflaschen und Überdruckplastiksäcke einpacken.
  • Bei anstrengenden Touren sollten Sie auch ein Funkgerät oder Mobiltelefon mitnehmen.

Falls Sie die Schönheit des Daches der Welt ohne die dazugehörige Reise und den anstrengenden Bergaufstieg bewundern möchten, können Sie sich mit dem folgenden Link auf eine virtuelle Bergtour begeben.

Kennen Sie einen guten Tipp gegen die Höhenkrankheit?

Fotos: Kyle Taylor, Dream It. Do It., Mot the barber, Kyle Taylor, Dream It. Do It. / Flickr cc.

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