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Flugticketpreise – Über Schnäppchen und Schwindel

Im Internet werden immer wieder Diskussionen laut, auf welche Arten und Weisen uns die Airlines bei unserem Ticketkauf über die Ohren hauen. Vor allem bei den Billigairlines muss man stets auf der Hut sein. Mit ein bisschen Erfahrung, spart man sich zwar die versteckten Kosten, aber wie weit dürfen die Airlines eigentlich gehen, um ihre Flüge rentabler zu machen und wie sicher sind dabei unsere IP-Adressen?

Wir wissen alle, dass sich die Flugticketpreise von einer Minute auf die andere ändern können. Und wir kennen auch alle die offizielle Erklärung und Vorgangsweise der Airlines. Diese benutzen nämlich eigenen Angaben zufolge komplexe Computer-Algorithmen, um ihre Ticketpreise zu berechnen. So komplex, dass sich auch Mathematiker daran den Kopf zerbrechen.

So zeigte eine Studie von Carl de Marcken, dass bei solch häufigen Preisvariationen sogar ein Supercomputer mehrere Milliarden Jahre brauchen würde, um bei einer bestimmten Airline den günstigsten Flugpreises für eine bestimmte Route auszurechnen. So viel Zeit haben wir natürlich nicht.

Es ist schon erstaunlich, wie sehr schnell und häufig die Airlines ihre Preise ändern, um die Wettbewerb zu verschleiern. Keine Fluggesellschaft möchte natürlich, dass durch genaue Preisangaben klar werden würde, wer den wirklich die günstigsten Flüge anbietet. So gleicht jede Buchung eine regelrechte Ticketlotterie.

Wie sicher sind unsere IP-Adressen?

Da ist es nur Naheliegend, das immer wieder Gerüchte aufkommen, dass Airlines sogar unsere IP-Adressen speichern, um uns bei erneutem aufrufen eines bestimmten Fluges den einen oder anderen Euro mehr zu berechnen. Dies wäre doch gegen das Datenschutzgesetz, werden jetzt manche aufschreien. Manche Airlines zeigen jedoch nur zu oft, wie Flexibel sie es mit den Regeln und Gesetzten nehmen.

Wir möchten dies jetzt Start- und Landegebühren nicht mit dem Datenschutzgesetz gleichstellen, doch der Billigflieger Ryanair zeigt immer wieder, dass nicht alle Fluggesellschaften nach den regeln spielen. So entschied erst vor Kurzen ein Gericht, das die Airline allein in Deutschland 447.000 Euro nachzahlen muss, weil sie bei den Gewichtsangaben der Maschinen geschwindelt hatte.

Wir möchten jetzt nicht unnötige Paranoia verbreiten. Diese (Verschwörungs-)Theorien kommen meist von frustrierter Passagiere, die ein wenig zu viel für ihr Ticket bezahlen mussten. Um ganz sicher zu gehen, können Sie das Risiko einfach vermeiden: Auf einem PC suchen, am zweiten buchen.

Erprobte Spar-Regeln (Quelle: spiegelonline):

  • Last-Minute-Schnäppchen sind passé. Buchen Sie vor allem bei den Billigairlines früh.
  • Der Hinflug fällt am Freitag und der Rückflug am Sonntag in der Regel günstiger aus.
  • Buchen Sie nicht zu den Kernzeiten sondern in den Abendstunden.
  • Wenn Sie bei der Wahl Ihrer Reisezeit flexibel sind, sollten Sie Großveranstaltungen vermeiden.

Halten sich die Airlines an die Datenschutzbestimmungen oder hauen sie uns übers Ohr?

Fotos: Suicine, mootown / Flickr cc.

2 Kommentare

  • Christian Antworten

    Vielen Dank für den netten Beitrag. Ich denke das Ryanair ganz weit vorne ist. Leider in die falsche Richtung. Die sparen meiner Meinung nach auch bei der Sicherheit. So kam es ja nicht nur einmal vor das die Maschinen aufgrund von Sprit- Mangel Notlanden mussten. Der Service wird auch immer schlechter, kein Wunder wenn man das eigene Personal so ausbeutet. Die sind einfach platt.
    Lieben Gruss
    Christian

    • Mateja Antworten

      Danke. Leider bietet uns gerade Ryanair immer wieder Stoff für interessante Beiträge. Eines muss man ihnen lassen. Wenn sie den starten sind sie in der Regel auch pünktlich. Wie lange die erwähnten dubiosen Sparmaßnahmen noch gut gehen werde, ist jedoch eine andere Frage…
      Liebe Grüße