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Ja, es ist wieder Moskito-Saison. Aber die Rede hier ist von den anderen Blutsaugern, den unsterblichen, die man nicht so einfach mit einer Klatsche kleinkriegen kann. Nach Rumänien, das sich mit Siebenburgen schon längst den Titel „Heimat der Vampire“ (oder zumindest Heimat ihres berühmtesten Vertreters, Graf Dracula) gesichert hatte, möchte jetzt auch Bulgarien im Blutsauger-Tourismus mitmischen.

Seit den jüngsten archäologischen Funden, reisen immer mehr Vampir-Fans neben Rumänien auch nach Bulgarien. Dort wurden nämlich drei gepfählte Skelette gefunden, von denen eines auch ausgestellt wird. Doch dies sind nicht die ersten „Vampir-Skelette“, die in Bulgarien gefunden wurden. Im Land gibt es schon mehr als 100 „Vampir-Gräber“.

Dank diesen könnte Bulgarien seinem Nachbarland Rumänien schon bald wichtige Besucher, die zum angeblichen Geburtsort von Graf Dracula unterwegs sind, stehlen. In Transsylvanien florierte der Vampir-Tourismus dank des Romanklassiker von Bram Stoker ja schon lange vor der Twilight-Saga.

Menschen glaubten schon seit der Steinzeit an Vampire. „Die ältesten bekannten Wiedergängerbestattungen wurden auf Zypern gefunden, sie sind etwa 9000 Jahre alt“, zitierte spiegel.de Anastasia Tsaliki, eine Archäologin die sich auf Gräber von Vampiren spezialisiert hat. So hat man im Mittelalter auch in Bulgarien ungeliebten Toten Pfähle in den Brustkorb gerammt, damit sie nicht in untoter Form zurückkehren. Einen davon kann man jetzt auch im Museum besichtigen.

Das Männer-Skelett von Sosopol wird nämlich samt Eisenpfahl im Nationalen Museum für Geschichte umgeben von wichtigen religiösen und historischen Artefakten ausgestellt. Das Interesse am Museum ist seit der Präsentation des Vampir-Skelettes schlagartig gestiegen. Zahlreiche Gäste kommen auch aus dem Ausland. Im Café des Museums wurden in den ersten Tagen nach der Vorstellung des Fundes sogar Knoblauchzehen angeboten.

Falls Sie sich jetzt auch auf Vampir-Jagt aufmachen möchten, möchten wir sie warnen. Transsylvanien beeindruckt zwar mit seinen Landschaften und auch in Sosopol bietet einiges Sehenswertes, von der untoten Präsenz in Rumänien und Bulgarien zeugen aber wahrscheinlich nur die Souvenirs.

Denjenigen, die der romantische Aberglaube besonders stark gepackt empfehlen wir dagegen, Knoblauch, gesegnetes Wasser, Holzpfähle und ein Kreuz mitzunehmen.

Haben Sie schon die Heimat von Graf Dracula besucht?

Foto: twm1340 / Flickr cc.

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