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Über die umstrittenen Körperscanner, mit denen zumindest USA-Reisende vertraut sind, haben wir schon getwittert. Vor zwei Wochen hat jetzt auch die EU-Komission den Einsatz des Gerätes erlaubt. Ab dem 7. Dezember darf an allen EU-Flughäfen gescannt werden. Ob viele Länder diese Technik einsetzen werden ist fraglich. Grund? Fehlalarme, datenschutzrechtliche Bedenken und die unerforschten Einflüsse auf die Gesundheit.

***Update, 3. Novemebr 2014: Ganzkörperscanner finden Sie derzeit schon an sechs deutschen Flughäfen. Jetzt wurden 89 neue Geräte für den bundesweiten Einsatz bestellt.***

Ob sich das Sicherheitsniveau an den Flughäfen durch den Scanner verbessert, ist fraglich. Sowohl in Großbritanien als auch in den Niederlanden werden die Ganzkörperscanner an einigen Flughäfen regelmäßig eingesetzt. Italien und Frankreich zeigten Interesse und in Tschechien, Finland und Deutschland wurde das Gerät auch schon getestet.

Deutsche Polizei hält nicht viel vom Körperscanner

Der Testlauf mit zwei Geräten auf dem Hamburger Flughafen fiel alles andere als positiv aus. Das meldete zu oft einen Fehlalarm. Das Innenministerium ist noch unentschieden, zuerst sollten alle Daten ausgewertet werden. Nach dem Testlauf in Hamburg äußerte sich auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu der umstrittenen Technik.

Die Kontrollen dauern länger, es gibt zu viele Fehlalarme. „Der Praxistest in Hamburg hat gezeigt, dass Körperscanner derzeit nicht für den flächendeckenden Einsatz taugen“, erklärte der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Alles im Namen der Sicherheit

Die neuen Scanner arbeiten anders als Metalldetektoren. Das Gerät kann am Körper des Fluggastes zum Beispiel auch explosives Pulver, Flüssigkeiten, Keramikmesser oder andere gefährliche Gegenstände, die kein Metall enthalten, erkennen. „Der Sicherheitsgewinn ist damit eindeutig“, meint der Fraunhofer-Experte Professor Klaus Thoma.

Vor allem wegen der „Nacktbilder“ hagelte es jedoch Diskussionen bezüglich des Datenschutzes. Die Körperscanner, die auf dem Hamburger Flughafen verwendet wurden, zeigten deswegen den eingescannten Fluggast nur als einer Art Piktogramm an. Auch ist die Technik noch relativ unerforscht. Gefahren für die Gesundheit kann man somit nicht zur 100 Prozent ausschließen.

OK seitens der EU

Der Einsatz der Geräte wurde zwar von de EU-Kommission freigegeben, jedoch nicht ohne Einschränkungen. Es gilt die Rechte des Reisenden, inwiefern dies möglich ist, zu schützen. Kein Fluggast darf dazu gezwungen werden durch den Scanner zu laufen, die Sicherheitschecks sind anonym und die Bilder dürfen nicht gespeichert werden.

Würden Sie sich einscannen lassen? Sind Sie schon einmal durch so ein Gerät durchgelaufen?

Fotos: El_Enigma, Daquella manera / Flickr cc.

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