Fliegen ohne Barrieren
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Fliegen ohne Barrieren

Ein Rollstuhl hindert einen längst nicht mehr daran zu verreisen, fremde Städte zu erkunden, malerische Strände zu genießen oder exotischen Kulturen zu begegnen. Immer mehr Reiseanbieter und Reisebüros spezialisieren sich auf die Bedürfnisse und Wünsche von Menschen mit Behinderungen. Barrieren gibt es zwar immer weniger, sie sind aber noch immer vorhanden. Schon barrierefreies Fliegen in Eigenregie sollte deshalb gut geplant werden.

Vor und nach dem Flug

Fliegen ohne BarrierenFliegen ist auch für Rollstuhlfahrer zu einem unentbehrlichen Fortbewegungsmittel geworden, sowohl bei privaten Flugreisen wie auch im Beruf. Leider berichten Rollstuhlfahrer oft über unangenehme Zwischenfälle am Flughafen und während des Fluges. Sie sind meistens auf nicht ausreichend geschultes und informiertes Flughafenpersonal sowie Airline-Mitarbeiter zurückzuführen.

Diese sind im Umgang mit behinderten Menschen oft ungeübt. Aus diesem Grund sollten Sie sich noch vor der Flugbuchung und spätestens vor dem Reiseantritt gut über Ihre Rechte und den Service der Airline informieren, um die Angestellten gegebenenfalls darauf hinzuweisen.

Airlines dürfen Ihnen für den Transport von Eigenrollstühlen keine Zusatzkosten in Rechnung stellen. Es ist eine spezielle Reservierung nötig, die in der Regel zwischen 48 und 8 Stunden vor dem Abflug getätigt werden kann. Die Rollstühle werden im Frachtraum untergebracht. Sie werden nur in extremen Ausnahmen zusammen mit dem Fluggast in der Kabine befördert.

Bei batteriebetriebenen Rollstühlen müssen die Batteriepole vor dem Check-in abgeklemmt werden. Elektrorollstühle, deren Nassbatterie nicht auslaufsicher ist, werden aus Sicherheitsgründen nicht transportiert. Auf Nachfrage beim Check-in, kann Ihnen die Airline Ihren Rollstuhl eventuell schon am Flugzeugausgang aushändigen. Sonnst nehmen Sie ihn am Gepäckband entgegen.

Während des Fluges

Fliegen ohne BarrierenReisende, deren Mobilität eingeschränkt ist, dürfen aus Flugsicherheitsgründen in der Kabine nicht an einem der Notausgänge sowie an den Gangplätzen sitzen. Um späteres Umsetzten zu vermeiden, sollten Sie wenn nötig schon das Check-in-Personal darauf hinweisen.

Nur wenige Maschinen besitzen vergrößerte WC-Bereiche. Auf Langstreckenflügen wird Ihnen in der Regel ein Bordrollstuhl zur Verfügung gestellt. Auch darauf sollten Sie die Airline-Angestellten beim Check-in rechtzeitig aufmerksam machen. Oft bleiben Sie an Bord jedoch noch immer auf eine Begleitperson angewiesen.

Fotos: Pink Sherbet Photography, ISO 1987, iagoarchangel / Flickr cc.

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