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Interview mit Susi von Black Dots White Spots: Als Flashpacker um die Welt

Reiseblogs zählen für Susi zu den wichtigsten Inspirationsquellen für ihre Trips. Dabei versorgt sie ihre Leser bei Black Dots White Spots auch selbst mit jeder Menge Reiseinspiration. Lehnen Sie sich zurück, entdecken Sie die schwarzen Punkte auf ihrer Weltkarte und begleitet Sie sie auf ihren Reisen zu noch unentdeckten weißen Flecken. Vorsicht! Bei Black Dots White Spots ist Fernweh praktisch vorprogrammiert.

Name: Susi Maier
Blog: www.blackdotswhitespots.com
Aktueller Standort: ICE Stuttgart – Leipzig
Letzte Reise: Bulgarien
Nächste Reise: Kanada
Reiseutensil, das nie fehlen darf: Ein lässiges schwarzes Kleid!
Am öftesten zu Hause vergessen: Zahnpasta und Schlafklamotte

Rucksack oder Koffer? Rucksack
Zelt oder Hotel? Hotel
Roadtrip oder Flugreise? Roadtrip! Ach was, am Besten eine Kombi aus beidem…
Allein, zu zweit oder in der Gruppe? Alleine oder zu zweit

Susi in Hobbiton in Neuseeland

“Black Dots White Spots füttert Dein Fernweh mit Reiseberichten und Tipps für individuelles Reisen und Flashpacking, mit einer Prise Abenteuer und (Sub)kultur.” So beschreibst Du Deinen Blog. Was genau können wir uns unter “Flashpacking” vorstellen?

Stell dir vor, du bist zwischen Ende 20 und Ende 30, reist total gerne, aber hast einfach keinen Bock mehr auf das klassische Backpacking und die ganzen Hostel-Schlafsäle, und bei dem Wort Pauschalreise graust es dir auch gewaltig. Du willst nach wie vor auf eigene Faust losreisen, vor Ort in die Kultur eintauchen, auch mal dreckig werden und Abenteuer erleben. Aber ein bisschen Luxus zwischendurch ist auch nicht schlecht – und du bist mittlerweile auch bereit, die Kohle dafür auszugeben. Dann bist du vermutlich Flashpacker!

Ich glaube, beim Flashpacking geht um das Besondere, um Freiheit und um möglichst authentische Erlebnisse, aber eben mit ein bisschen mehr Komfort und Style als beim klassischen Backpacking. Das Spektrum reicht dabei vom Privatzimmer im Hostel bis zum Boutique- oder Luxushotel – in dem man auch schon mal mit seinem staubigen Backpack eincheckt.

Von Oman über Kambodscha, von Namibia bis Neuseeland hast Du auf Deiner Reise-Weltkarte ja schon so manch ein Reiseziel mit einem schwarzen Punkt versehen. Gibt es darunter ein Land, das es Dir besonders angetan hat?

Ich habe ja eine persönliche Vorliebe für englischsprachige Länder, und für Südostasien. Deshalb finden sich da schon relativ viele schwarze Punkte. Besonders angetan haben es mir Irland, der Westen von Kanada und Neuseeland, aber auch Laos und Bali. Ansonsten träume ich davon, eines Tages endlich mal Lateinamerika und Indien sowie exotischere Ziele wie Grönland oder den Iran zu bereisen.

Schwarzer Punkt zwischen den Dünen von Sossusvlei, NamibiaAuf deinen Trips hast Du auch jede Menge Erfahrung mit Solo-Reisen gemacht. Gibt es Reiseziele, die Du alleinreisenden Mädels und Frauen besonders empfehlen würdest? Wieso?

Länder wie Thailand, Laos und Kambodscha habe ich als sehr freundlich und sicher empfunden. Transport, Unterkunft, Essen finden – alles ist erstaunlich einfach und es gibt auch viele andere Alleinreisende. Das trifft z.B. auch auf Australien und Neuseeland zu. Auch Städtetrips in Europa kann ich alleinreisenden Frauen empfehlen – da wird es einem nicht langweilig und man kann sich in seinem eigenen Tempo einfach treiben lassen und erkunden.

Die Bilder in Deinen Beiträgen sind Reiseinspiration pur. Bist Du immer auf der Jagd nach dem perfekten Foto, oder vergisst Du auch mal die Kamera, um den Moment zu genießen?

Ich arbeite ja an Letzterem! Denn ich schieße immer viel zu viele Fotos – mit Kamera und iPhone, das ist manchmal ganz schön anstrengend. Gleichzeitig macht Fotografieren auch total viel Spaß – ich versuche also zu lernen, weniger und dafür bessere Bilder zu machen.

Verpasst, verloren, verlaufen… Was war das schlimmste Reise-Desaster, das Dir widerfahren ist?

Da ich immer spät dran bin, hab ich natürlich auch schon mal einen Flug verpasst – eigentlich ein Wunder, dass mir das nicht öfter passiert! In Neuseeland verpasste ich mal den einzigen Überlandbus des Tages von Christchurch nach Norden und alle Unterkünfte in der Stadt waren ausgebucht. Da kam ich auf die tolle Idee, gemeinsam mit einer Taxifahrerin zu versuchen, den Bus einzuholen und anzuhalten. Hat natürlich nicht geklappt und ich strandete stattdessen im Nirgendwo auf einem Campingplatz. Mit ein paar Hundert Dollar weniger und ohne Zelt.

Verlaufen habe ich mich natürlich auch schon an unzähligen Orten – das ist aber gar nicht so schlecht, da entdeckt man manchmal spannende Sachen! Grundsätzlich war das alles aber harmlos und ich denke, ohne jetzt allzu naiv klingen zu wollen, dass die Welt eigentlich ein freundlicher Ort ist.

Mount Tongariro alias Mount Doom

In einem Deiner letzten Beiträge über Mount Tongariro alias Mount Doom (Drehkulisse der Herr der Ringe-Verfilmungen), lässt du auch ein wenig “den Nerd raus”. Lässt Du Dich auf Deinen Reisen öfters von Filmen inspirieren?

Also wer nach drei Teilen “Herr der Ringe” (Special Extended Version) nicht von Neuseeland träumt, dem ist auch nicht mehr zu helfen, da muss man noch nicht mal so nerdig sein wie ich. ;-) Aber davon mal abgesehen lasse ich mich anstatt von Filmen eher von Reise-Dokus inspirieren. Und von Reiseblogs natürlich! Eine Riesen-Inspirationsquelle und derzeit mein Fernwehauslöser Nr. 1 ist übrigens Instagram – aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt…

Falls Dich Scotty in diesem Moment an einen beliebigen Ort beamen könnte, welche Koordinaten würdest Du wählen?

Scotty, beamen Sie mich direkt zurück ins Auenland, nach Neuseeland. Danke.
Oder auf einen Berggipfel in den Rockies mit Blick auf den Mount Assiniboine, das kanadische Matterhorn. Das wäre sehr nett von Ihnen. Da führen nämlich sonst nur quälende Fußmärsche hin.

Black Dots White Spots kommt auch mit einer guten Prise StreetartÜber welches Reiseziel können wir bei Black Dots White Spots als nächstes lesen?

Da ich ja nicht chronologisch blogge: über viele verschiedene! Indonesien und Italien zum Beispiel. Und im Sommer gibt es einen Schwerpunkt zu Kanada und USA. Ich hoffe, ihr lehnt euch zurück und begleitet mich ein Stück!

Welcher Song weckt bei Dir derzeit die Lust, die Koffer zu packen?

Bei Promises of No Man’s Land von Blaudzun möchte ich zurück nach Thailand, bei der Dark Electro-Band Hocico endlich mal nach Mexiko und bei Do you wanna party von Bonaparte direkt zurück nach Wellington.

Fotos: Black Dots White Spots

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