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Kasachstan bedankt sich (endlich) bei Borat

Sie erinnern sich bestimmt noch an Borat, den kasachischen Reporter, der in die USA geschickt wird, um eine Reportage über das Lebensgewohnheiten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu drehen. Sechs Jahre nach der Nachhilfestunde in Sachen amerikanische Kultur, musste jetzt sogar Kasachstans Außenminister den positiven Effekt des Film auf den heimischen Tourismus bestätigen.

Borat

Jahrelang war der Film Borat in Kasachstan verboten. Die Regierung sah den Streifen, der neben den USA auch das Land in Zentralasien auf die Schippe nimmt, einfach nur als beleidigend. Für den schwarzen Humor des britischen Komikers Sacha Baron Cohen hatte sie kein Verständnis. Kein Wunder, der Reporter Borat besitzt nämlich alle “Qualitäten” mit denen man Kasachstan und seine Bewohner nicht in Verbindung bringen möchte. Er ist homophob, sexistisch, rassistisch und antisemitisch…

Auch die Vorstellung des kasachischen Dorflebens am Anfang der Filmsatire macht einem die Reise nach Kasachstan nicht gerade schmackhaft. Würde man zumindest denken. Cohen präsentiert in den Dorfszenen das Bild einer Nation voller Barbaren, Prostituierter und Zurückgebliebener, die in ihrer Freizeit Jagt auf Juden veranstalten.

Um Ihr Gedächtnis aufzufrischen, suchten wir nach dem offiziellen Trailer zur deutschsprachigen Version des Filmes Borat: Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen.

Sechs Jahre nach dem Verbot des Filmes und Millionen Touristen später, mussten die kasachischen Behörden ende April letztlich doch zugeben, dass die Komödie eine positive Wirkung auf den heimischen Tourismus hatte. Die Zahl der Visaanträge hätte sich angeblich seit der Premiere des Films verzehnfacht. “Ich bin Borat dankbar, dass er geholfen hat, Touristen nach Kasachstan zu ziehen”, erklärte Kasachstans Außenminister Jerschan Kassychanow bei einer Sitzung im Parlament.

Peinliche Verwechslung

In all den Jahren war Borat eigentlich nie so richtig weg vom Fenster. Wann immer die Rede von Kasachstan war, war er irgendwie mit dabei, auch wahrscheinlich nicht immer freiwillig. So sorgte er im März wieder für Aufmerksamkeit, als in Kuwait bei der Medaillen-Verleihung eines Sportturniers seine Parodie der kasachischen Hymne anstelle der richtigen Version gespielt wurde.

Was der Sportschützin Maria Dimitrienko bei den Zeilen wie “Die Prostituierten in Kasachstan sind die saubersten in der Region, außer natürlich denen in Turkmenistan.” wohl durch den Kopf ging. Die Veranstalter haben sich für den Vorfall entschuldigt. Dies sei jedoch nicht die einzige falsche Hymne gewesen, die an diesem Tag gespielt wurde. Auch die Serben wurden angeblich mit einer falschen Komposition beehrt.

Der Diktator

Am 17. Mai ging Der Diktator, der neue Streifen von Sacha Baron Cohen, auch in Deutschland an den Start. In seiner neuen Komödie zieht er einmal zur Abwechslung über kein bestimmtes Land her. Der Film handelt von dem obersten Führer des fiktiven Staates Wadiya.

Es ist die “heroische Geschichte eines Diktators, der sein Leben riskiert, um sein liebevoll unterdrücktes Land vor der Demokratie zu schützen.” Cohen zeigt sich übrigens auch als Diktator gewohnt vulgär und chauvinistisch.

Hassen oder lieben Sie die Filme von Sacha Baron Cohen?

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