everest
| Aktuell | Reisenews Von

Nepal senkt Gebühr für Everest-Besteigung

Die neuen niedrigeren Preise gelten für ausländische Bergsteiger erst ab 2015, doch schon jetzt sorgen sie um viel Diskussion. Experten befürchten einen noch größeren Ansturm auf den in der Hauptsaison schon jetzt Überlaufenen höchsten Berg der Welt. Dieser stellt in den letzten Jahren ja nicht nur für Profi-Alpinisten eine beliebte Herausforderung dar.

Nepal kündigte eine Senkung der Gebühren für Himalaja-Bergsteiger an. Dabei soll auch der Preis für die Lizenz für eine Everest-Besteigung massiv gesengt werden. Künftig soll dieser für Solo-Alpinisten von etwa 18.000 Euro auf 8000 Euro gesenkt werden. Die Sorge, dass die “Schnäppchenpreise” noch mehr nicht ausreichend erfahrene Bergsteiger ins Basislager unter dem Everest locken, wächst.

Doch die nepalesischen Behörden geben jedoch Entwarnung. Mit der neuen Preistabelle möchte man genau dies vermeiden. So werden die Preise für eine Besteigung in Gruppe um fast 1000 Euro angehoben. So möchte man Einzelbergsteiger schützen und die Routen von Amateuren und zu großen Gruppen von Bergsteigern in verschiedenen Erfahrungsstufen, die am öftesten die Wege blockieren, freimachen. Für ausländische Touristen sollen die neuen Preise am 1. Januar 2015 in Kraft treten.

Wo geht's denn hier zum Everest?

Der berühmteste Achttausender lockt jedes Jahr hunderte Alpinisten, Profis und Amateure, nach Nepal. Nicht alle schaffen es auch bis ganz nach oben. Der Verkauf der nicht billigen Lizenzen für die Everest-Besteigung stellt nicht überraschend ein wichtiges Einkommen für den nepalesischen Tourismus und die Region dar.

Nichts für schwache Nerven

Mit den steigenden Zahlen der Bergsteiger steigen auch die Spannung im Basislager und auf den Wegen zum Everest-Gipfel. So kam es im letzten Jahr sogar zu Prügeleien zwischen Alpinisten und Sherpas. Die Letzteren sind es ja, die immer öfter wortwörtlich die Last der ständig steigenden Popularität des höchsten Berges der Welt tragen müssen.

Seit vergangenem Jahr wird auch über eine Aktualisierung der Anforderungen in Bezug auf die Erfahrung und das technisches Können für die Everest-Bergsteigung diskutiert. So sollten Rekorde wie die erste Hochzeit am höchsten Berg der Welt und ähnliche exzentrische Unternehmen bald der Vergangenheit angehören.

Aussicht auf den höchsten Berg der Welt

Um das Mount Everest-Panorama zu genießen, brauchen Sie nicht gleich, einen Flug nach Nepal zu buchen. So können Sie sich ganz bequem und ohne jegliche Anstrengung auch bei Google Maps einen schönen Blick auf den majestätischen Gipfel des Mount Everest verschaffen. Einen Ausflug in die Berge sollten Sie trotzdem nicht missen.

Fotos: SamHawleywood, Marc van der Chijs, Rupert Taylor-Price / Flickr cc.

Schreiben Sie einen Kommentar