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Flugzeuge und Vögel teilen sich den Luftraum. So ist es nicht verwunderlich, dass es seit Anbeginn der Luftfahrt zu Kollisionen zwischen den zwei Fliegern kommt. Sogenannte Vogelschläge sind im heutigen Flugverkehr keine Seltenheit. Nur wenige Passagiere wissen jedoch, was passiert, wenn der große und der kleine Vogel aufeinander treffen und wie dem vorgebeugt wird.

Zu Kollisionen zwischen Flugzeugen und Vögeln, kommt es öfter, als wir denken. Nur selten enden diese jedoch so tragisch, wie bei dem letzten größeren Vorfall letzte Woche. Bei dem Flugzeugabsturz in der Mount-Everest-Region in Nepal kamen am 28. 9. alle 19 Insassen einer zweimotorige Maschine ums leben. Grund: Vogelschlag.

Flugzeug vs. Vogel

Der Vogelschlag gilt als eine der größten Bedrohungen der Sicherheit von Passagierflugzeugen. Ein Risiko mit dem die Luftfahrt schon seit ihrem Beginn zu kämpfen hat. Der britische Luftfahrtpionier Orville Wright berichtete schon im Jahr 1905 über das ernste Problem, das die Vögel für die Flugzeuge darstellen. Trotz zahlreicher Maßnahmen ist es bis heute so geblieben.

Erinnern Sie sich noch an das Wunder vom Hudson? In 2009 musste eine Maschine in New York kurz nach ihrem Start im Fluss Hudson notlanden, da ein Vogelschwarm den Ausfall beider Triebwerke verursachte. Das unglaubliche an der Geschichte, die Notlandung auf dem Wasser haben alle 155 Menschen an Bord heil überstanden.

Auch in Deutschland kommt es öfter zu, zum Glück glimpflichen, Kollisionen zwischen Vögeln und Passagierflugzeugen. So musste im Oktober 2011 eine Boeing in Hamburg Kurz nach ihrem Start in Richtung Ägypten zum Flughafen umkehren und notlanden. Eines der Triebwerke der Condor-Maschine, die nach Hurghada unterwegs war, wurde von einem Schwarm Vögel beschädigt und fiel folglich aus.

Vogelabwehr

Kleine und große Flugzeuge laufen vor allem bei ihrem Start und der Landung Gefahr, mit Vögeln zu kollidieren. Diese können dabei in die Triebwerke gesogen werden, sie beschädigen die Windschutzscheibe oder den Mantel der Maschine, wodurch auch verschiedene Instrumente ausfallen können.

Bis zu 1500 Metern ist das Risiko am größten, bei einer Flughöhe von 6000 bis 9000 Metern beobachten Piloten von Passagierflugzeugen Vögel nur noch selten. In die Prävention von sogenannten Bird Strikes werden Millionen von Euro investiert, sowohl auf der Seite der Flugzeughersteller wie auch am Boden.

Gänse im Flug

Zu den Hauptmaßnahmen zur Vogelschlagverhütung an den Flughäfen zählen in erster Linie gezieltes Biotopmanagement und aktive Vogelvergrämung mit Hilfe von Pyrotechnik, Bird Patrouillen oder sogar Beizvögeln (zum Beispiel zur Jagd abgerichteten Falken). Auch Fernerkundungstechniken wie das Radar gewinnen an Bedeutung.

Die Flughäfen orientieren sich dabei auch an der Vogelzugvorhersage des Deutschen Ausschusses zur Verhütung von Vogelschlägen im Luftverkehr (DAVVL), der die Flughäfen schon seit der Mitte der 1960er Jahre, unter anderem mit Vogelzugwarnungen, den sogenannten BIRDTAMs, berät, um das Risiko des Vogelschlags zu minimieren.

Anscheinend recht erfolgreich. Seit dem Jahr 1982 hat sich die Vogelschlagrate in Deutschland nämlich mehr als halbiert.

Fotos: epsos, superstrikertwo / Flickr cc.

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